Freitag, 17. Mai 2013

Jazzman - Keep It Deep Guest Mix

Rhythmisch-perkussiver, von Afro-Elementen beeinflusster House eines Osunlade, von Acid und Chicago zart umwehte Stücke eines Rvds, Klassiker von Kerri Chandler, den Masters At Work oder Theo Parrish: seit über vier Jahren mischt sich der Bielefelder René Wolski alias Jazzman in seiner Deep Inspirations Show durch die unterschiedlichsten Spielarten der House Musik. Die erste Ausgabe erschien im Januar 2009. Seither präsentiert er wöchentlich eine Sendung und blickt inzwischen auf 221 Ausgaben zurück, Beiträge für Podcastreihen wie Lars Berenroths "Deeper Shades of House" nicht eingerechnet. Seine Deep Inspirations Show wird seit einiger Zeit auch über das Online-Radio motion.fm ausgestrahlt. Bereits davor konzipierte er mit dem Freiburger DJ Kowski eine eigene Podcastreihe, die DTH Podcast Show. Mit anderen Worten: House, ob soulful oder deep, hat Jazzman durch und durch verinnerlicht. Welcome on board Jazzman!




PODCAST

 


ENGLISH SHORT VERSION

Finally, there's a new guest mix online! This time, we welcome René Wolski a.k.a. Jazzman, the man behind the Deep Inspiration Show, with a killer selection, featuring...oh well, listen first, then ask.



Mehr im Web

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Webseite: DJ Jazzman
Blog: Deep Inspiration Show

Mittwoch, 15. Mai 2013

Win a vinyl copy of Johannes Albert's "Hotel Novalis"

Keep-It-Deep feiert: zum einen das Album-Release von Johannes Albert; zum anderen 3000 liebe, treue Follower auf Facebook. Deshalb verlosen wir 1x das Album "Hotel Novalis" [Doppel-Vinyl + CD] von Johannes Albert. Schickt zur Teilnahme am Gewinnspiel bitte bis spätestens 22. Mai 2013, 18 Uhr, eine Mail mit eurer Adresse und dem Betreff "Hotel Novalis" an: keepitdeep.freiburg@googlemail.com. Viel Glück!


English version:

 Keep-it-Deep is celebrating the album release of Johannes Albert and 3000 beloved loyal followers on Facebook. Therefore, we are giving away the album "Hotel Novalis" [double vinyl and cd]. In order to participate, send an e-mail with your address and the subject "Hotel Novalis" to: keepitdeep.freiburg@googlemail.com by 22 mai 2013, 6 p.m. Good luck!



Johannes Albert - In a ferris mood




Mehr zum Thema:

Facebook: Johannes Albert
Soundcloud: Johannes Albert
Facebook: Frank Music
Tumblr: Frank Music

Johannes Albert: Interview & DJ-Set at FRITZ Nightflight
Aspirations Podcast: Johannes Albert
Wake Up Records: Johannes Albert Podcast
Cirque Digital: Johannes Albert Guest Mix 

Sonntag, 12. Mai 2013

In Halle sind spontane Open-Air-Partys erlaubt: Ginge so was auch in Freiburg?

Quelle: http://studsandshorts.tumblr.com/post/15178561613
Du willst die Tage eine große Open-Air-Party feiern? Kein Problem, wenn nicht mehr als 500 Leute kommen und du das Online-Formular bis zu 24 Stunden vorher ausfüllst. Und: Wenn du in Halle an der Saale wohnst. Wie das dort genau funktioniert und ob so was auch in Freiburg möglich wäre:



Die Nachricht kam überraschend: Mitte April gab die Stadt Halle an der Saale bekannt, für das Jahr 2013 probeweise ausgewählte städtische Flächen für spontane Freiluftpartys freizugeben. Junge Menschen und Veranstalter, die keinen kommerziellen Hintergrund haben, können seither in einem verkürzten Genehmigungsverfahren ihre Veranstaltungen anmelden.

Partys, die bis zu 500 Personen erwarten, können über ein Online-Formular bis zu 24 Stunden vor Beginn der Veranstaltung, freitags bis spätestens 13 Uhr, bei der Stadt Halle (Saale) angezeigt werden. Genannt werden müssen ein Ort, Zeit und Art der Veranstaltung, die erwartete Besucherzahl sowie der Antragsteller und Veranstalter. Für Partys, die über 500 Personen erwarten, hat die Stadt Halle (Saale) zwei Orte ausgewiesen. Auch hier gilt das verkürzte Genehmigungsverfahren.

Für alle Veranstaltungen gilt: die Lautstärke darf eine Grenze von 103 Dezibel nicht überschreiten. Der Veranstalter verpflichtet sich in der Anzeige, auf die Einhaltung der Lärmgrenzwerte zu achten. Außerdem hat er dafür Sorge zu tragen, dass bis 10 Uhr des Folgetages Verunreinigungen oder Beschädigungen beseitigt sind. Tut er dies nicht, kann er für die Kosten der Müllbeseitigung oder sonstigen Maßnahmen herangezogen werden, denn die Freiluftpartys genießen keinen Demonstrationsschutz.

Kommerzielle Veranstaltungen, die Eintritt verlangen und mit Verkaufswagen, Getränkeständen oder Bühnen aufwarten, müssen weiterhin einen Antrag auf Genehmigung stellen.

Handreichung für Jugendliche und junge Erwachsene

Geradezu revolutionär ist, dass Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) die Einführung vereinfachter Regeln für sogenannte "Freiluft-Tanzveranstaltungen" zur Chefsache erklärt hat. So berichtet die Mitteldeutsche Zeitung vom 16. April 2013, dass es sich Weigand nicht nehmen ließ, die neue Regelung zu den Feiern in der Öffentlichkeit persönlich vorzustellen.

Dazu Markus Folgner, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Halle: "Die Stadt Halle möchte den Bedürfnissen junger Menschen und ihrem Wunsch nach mehr Freiheiten im öffentlichen Raum entgegen kommen. Mit dieser Regelung reichen wir jungen Menschen die Hand und geben ihnen einen Vertrauensvorschuss. Jetzt liegt es bei ihnen, ob sie mit dieser Freiheit umgehen können."

Die Hallesche Stadtverwaltung beobachte die Entwicklung und setze sich am Ende dieses Jahres zusammen, werte die gewonnenen Erkenntnisse aus und bespreche, ob und in welcher Form dieses Modell eine Zukunft haben könne, so Folgner. Und: "Die Stadt Freiburg ist herzlich eingeladen, unser Pilotprojekt anzuschauen und Anregungen für ihre Jugendlichen zu holen."

Die Stadt Freiburg reagiert darauf zurückhaltend. "Es gibt eher zu viele als zu wenige Partys in Freiburg. Durch die wahnsinnig vielen Grillstellen finden im Sommer sowieso überall Partys statt", sagt Edith Lamersdorf, die Leiterin des städtischen Presse- und Öffentlichkeitsreferats. Wer in Freiburg eine Veranstaltung durchführen möchte, müsse diese anmelden. Dann gehe es den üblichen Verwaltungsweg beim Amt für Öffentliche Ordnung. Und: "Ob es in Freiburg ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für Partys geben soll und wird, ist eine politische Frage. Das gehört in den Gemeinderat."

Dass dieser sich der Thematik nicht verschließen kann, zeigt nicht nur das Beispiel Halle, sondern auch ein Blick zu den Schweizer Nachbarn. 2012 hat die Stadt Zürich ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren für "Partys im Öffentlichen Raum" eingeführt, die sogenannte Jugendbewilligung. Die Antragsteller müssen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, ihren Wohnsitz in Zürich haben und gewährleisten, dass die Party nicht-kommerziell ist, Lärmschutzgrenzen eingehalten und Abfälle beseitigt werden.

Die Stadt Zürich führt auch in diesem Jahr das "Modell Jugendbewilligung" fort. Man habe damit gute Erfahrungen gemacht, so der Zürcher Stadtrat und Polizeivorsteher Daniel Leupi gegenüber dem Tagesanzeiger. Auch in Basel fordern Politiker eine Jugendbewilligung.

Ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für Open-Air-Partys in Freiburg wäre sehr zu begrüßen und wünschenswert. Es schafft Entlastung und Entspannung. Entlastung, weil zum einen der ganze Anmeldewust wegfällt; weil die Partys kontrollierbar bleiben. Entspannung, weil es die Zahl der illegalen Partys verringert; weil die Veranstalter nicht befürchten müssen, dass die Polizei ihre Partys unterbricht und auflöst.

Ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren käme dem Bedürfnis vieler Jugendlicher und junger Erwachsener entgegen, sich ohne Konsumzwang zu treffen, zu feiern und den Sommer auf ihre Art und Weise begehen zu können: spontan, formlos und ungezwungen.


[Dieser Beitrag erschien am Freitag, 11. Mai 2013, beim Freiburger Online-Magazin fudder.de]

Montag, 6. Mai 2013

Interview mit Ruede Hagelstein: "Ich will sagen können: das hab' ich selbst gemacht."!

Resident-DJ im Berliner Club Watergate, Musikproduzent, Student der TU Berlin mit Hauptfach Philosophie: Tobias "Ruede" Hagelstein ist ein vielbeschäftigter Mann. Gerade hat er einen Mix für die Compilation-Reihe des Clubs Watergate beigesteuert. Hagelstein beginnt seinen Mix mit "Symfonisk Utviklingshemming" von Prins Thomas, einem Stück, das Sonnen- und Sternenlicht gleichermassen ausstrahlt. Am Mittwoch, 8. Mai 2013, spielt er im Freiburger Club Schmitz Katze, zehn Tage später, am Freitag, 18. Mai 2013, in der Kuppel in Basel. Ich habe mich mit ihm über Musikproduktion und Sampling-Kultur unterhalten und ihm die Frage gestellt, wann er eigentlich schläft:



Tobias, du bist Disc Jockey, Produzent und Student der Philosophie an der TU Berlin...

Tobias Hagelstein: ...der Studiengang heißt eigentlich Kultur und Technik und mein Hauptfach ist Philosophie.


Mit welchen Themen der Philosophie beschäftigst du dich derzeit?

Die ganzen Philosophiesachen habe ich eigentlich schon abgeschlossen und belege derzeit viele Seminare, die ein wenig artfremd sind, zum Beispiel Autokommunikation.


Auflegen, produzieren, studieren, wann schläft Ruede Hagelstein?

Das Studium ist der Ausgleich zu meinem Musikeralltag. Ich muss etwas machen, was völlig fremd ist zu dem, was ich im Studio mache. Würde ich mich die ganze Zeit nur mit Musik beschäftigen, würde ich kreativlos werden. Beim studieren reflektiere ich auch das, was ich mache, Stichwort Kunsttheorie, Kopie und Original. Dinge aus den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern zu samplen und zu verwursten, ist ja sehr zeitgemäß...


Ein krasses Beispiel für Sampling-Kultur sind ja die Österreicher Klangkarussell.

Ich möchte mir eigentlich nicht den Mund zerreißen über die zwei Jungs. Ich und viele andere Produzenten wussten schon vorher, dass ihr Stück ‚Sonnentanz’ eine Collage ist. Dieser Fall ist auch nur deshalb so sensationell, weil die zwei es sich so verdammt einfach gemacht haben. Sie haben alle Samples aus einem einzigen Ordner verwendet. Das kommt schon frech rüber. Aber das ist momentan so normal. Wenn man sich durch so Sample-Libraries klickt und danach die Top 50 der Beatport-Charts anhört, erkennt man viele Samples sofort wieder. Das finde ich krass. Das entspricht überhaupt nicht meiner Philosophie. Ich will sagen können ‚das ist meins, das habe ich selbst gemacht’.


Aber durch die Decke ging das Stück trotzdem.

Die haben die Sachen so clever zusammengesetzt, dass das Ergebnis kommerziell gut verwertbar war. Das ist so, und den Endkonsumenten stört das nicht. Ich kann aber verstehen, wenn man als Künstler darauf neidisch wird, gerade wenn man selbst durch eine lange Schule gegangen ist und sich mühsam an der Musik abarbeitet. Aber wenn man mit Argwohn auf so Leute blickt, fehlt am Ende die Zeit, die man braucht, um sich auf seine eigenen Sachen zu konzentrieren.


Wo wir gerade von Erfolg sprechen: Disc Jockeys wie Sven Väth oder Matthew Dear haben schon sehr früh deine Musik für ihre Compilations auf Cocoon und Fabric lizensiert. Startschuss oder Ritterschlag deiner Karriere?

Ritterschlag, was ist das schon. Nur weil man auf irgendeiner Compilation vertreten ist, heißt das noch lange nicht, dass man ab sofort zu den Top Künstlern gehört. Damals war ich jedoch fassungslos. Ich hatte keine Erfahrung und konnte auch nicht richtig einordnen, was das bedeutet, wenn man auf so einem Mix drauf ist. Doch in dieser Branche muss man sich alle zwei Jahre neu erfinden. Deshalb sind das alles nur temporäre Erfolge. Davon kann man nicht lange zehren. Mir bedeutet es viel mehr, wenn Leute, die ich künstlerisch selber toll finde, meine Musik auswählen und spielen. Wenn beispielsweise jemand wie Dixon, der zu meinen Lieblingskünstlern zählt, meine Stücke supportet, dann baut mich das viel mehr auf als ein kommerzieller Erfolg.


Kürzlich erschien dein eigener Beitrag für die Compilation-Reihe des Berliner Clubs Watergate. Wie geht man heute an so einen Mix heran, wo es doch so viele Podcasts und Mitschnitte gibt?

In der Tat, der Leistungsdruck bei einer Compilation ist besonders hoch. Gleichzeitig sind die Mittel sehr eingeschränkt. Ich kann nicht einfach loslegen und die Stücke spielen, die mir gefallen. Ich muss eine Auswahl an Titeln treffen und die Lizenz dafür holen. Von fünfzig, sechzig angefragten Titeln sollten am Ende zwanzig, fünfundzwanzig passen. Dann beginnt das Arrangement. Ich habe mich gefragt, welche Stücke zueinander, aneinander, während einander und übereinander passen, denn in meinem Mix laufen teilweise drei Tracks gleichzeitig. Das ergibt eine völlig eigene Ästhetik, die nur in diesem Mix vorkommt. Erst dann hat man meiner Meinung nach einen Mehrwert geschaffen, bei dem sich auch der Erwerb lohnt.


Hört man dich so auch im Club?

Ja und nein. Der Mix beschreibt eine Clubnacht, von Anfang bis Ende, komprimiert auf etwas mehr als eine Stunde. Da liegen die Energielevel ganz dicht bei einander. In dieser Kompression wird man mich im Club nur selten erleben. Außerdem muss ich mich auch immer ein wenig an Uhrzeit und Publikum orientieren. Wenn ich zur Peaktime spiele, kann ich mit einem ruhigen Prins Thomas-Track nicht so punkten. Da spiele ich auch Stücke, die freakiger, ekstatischer sind. Das funktioniert auch nur im Club. Solche Ravetracks will tagsüber oder zuhause niemand hören.


Was hörst du denn zuhause?

Derzeit höre ich privat so gut wie gar keine Musik, da ich sehr viel Zeit im Studio verbringe und an den Wochenenden viel auflege. Da bin ich froh, wenn ich zuhause meine Ruhe habe. Ich mag diese Stille. Das sage ich momentan oft. Mein Musikgeschmack ist aber breitgefächert, Indie, Klassiker, und es gibt Tage, da kann ich auch Death Metal hören. Ich kann mich an unterschiedlicher Musik erfreuen und bin immer skeptisch, wenn sich Leute auf ein Genre festlegen und sagen ‚ich höre nur dies oder das’. Es gibt derzeit auch so viel neue, großartige Popmusik, aber da kenne ich mich zu wenig aus.


Mit deinem Projekt ‚The Noblettes’ schielst Du ja selbst in Richtung Pop.

Das ist mein Bandprojekt und eher so ein Proberaum-Ding. Wir treffen uns im Studio, da stehen Gitarre, Keyboard und weitere Instrumente, und wir jammen einfach los. Alles ist erlaubt, nur kein Techno. Nur Techno zu produzieren, würde meinem musikalischen Anspruch auch gar nicht genügen. ‚The Noblettes’ dient mir auch zur Weiterbildung. Ich nehme Gesangsunterricht, meine Gesangslehrerin ist Teil der Band, und ich kann hier ganz andere Emotionen rauslassen. Und live auf der Bühne zu stehen, das ist noch einmal eine ganz andere Nummer.


Dann wirst du dich in Zukunft vermehrt auf Live-Auftritte konzentrieren?

Mehr als ein, zwei Monate im Jahr würde ich mit meiner Band nicht auf Tour gehen. Auf der Bühne zu stehen, im Mittelpunkt stehen, ist sehr anstrengend. Alle gucken einen an, schauen einem auf die Finger und warten, was als nächstes kommt. Außerdem möchte ich mein House- und Techno-Ding weiter betreiben. Die Band ist einfach ein schönes Projekt, mit dem ich meine Seele streichle.


Watergate - Fishing with Ruede Hagelstein



 

Ruede Hagelstein - Watergate X Podcast





Mehr zum Thema:

Facebook: Ruede Hagelstein
Soundcloud: Ruede Hagelstein
de:bug: Musik hören mit Ruede Hagelstein
Ibiza Voice: Ruede Hagelstein and the Softer Side of Electronica


[Das Interview erschien bereits heute Mittag beim Freiburger Online-Magazin fudder.de]

Sonntag, 5. Mai 2013

Diesen Mittwoch: XXYYXX in der Kaserne Basel

Quelle: PRO
Wir lieben es, immer wieder über den eigenen musikalischen Horizont, den beschränkten, hinaus zu blicken. Gerade die Kaserne Basel bietet im Mai 2013 jede Menge Möglichkeiten dazu, mit The Gaslamp Killer (1. Mai 2013), Ghostpoet und Cloud Boat (12. Mai 2013), Mount Kimbie und Kode9 (11. Mai 2013) sowie XXYYXX an diesem Mittwoch. Ein Kurzportrait des jungen Musikers:


Marcel Everett, geboren 1996 in Orlando (Florida), ist der sprichwörtlich nette Junge von nebenan. Er hängt mit Kumpels ab, fährt gerne Skateboard, genießt den Zauber seiner ersten großen Liebe, und hat gerade die Highschool abgeschlossen. Marcel Everett steckt aber auch hinter dem kryptischen Pseudonym XXYYXX und befindet sich auf dem besten Weg, zum Popstar von morgen zu werden.

Wie kommt er dazu? Everett, der am 8. Mai in der Kaserne Basel auftreten wird, liebt das Internet. Und das Internet liebt ihn. Kaum hat er das Teenageralter erreicht, erforscht er die Verästelungen von Musikblogs und der Plattform Soundcloud. Dubstep, Ambient, Chillwave und Glitch Hop – all diese Genres verinnerlicht er. Mit Software und Controller arbeitet er an eigenen musikalischen Entwürfen. Die Ergebnisse veröffentlicht er auf seinem Tumblr-Blog und Soundcloud. Immer mehr Besucher finden Gefallen an seiner Musik. Die Hype-Spirale dreht und dreht sich.

2011 veröffentlicht Everett sein Debütalbum "Still Sound". Ein Jahr später folgt das zweite Studiowerk. Auf diesem selbstbetitelten Longplayer fängt der inzwischen Sechzehnjährige die Melancholie des Soul, die Körperlichkeit des Funk und die Laszivität des Rhythm and Blues ein und verleiht ihnen ein elektronisches Gewand. Vocals erscheinen in seinen Stücken als akustische Effekthappen, wenn er Samples von Amy Winehouse oder Beyoncé Knowles mit Filtern und dichten Synthesizerschichten verfremdet.

In der Kaserne Basel treten mit ihm auf: Giraffage, mit dem Everett vor kurzer Zeit eine EP auf dem französischen Elektrolabel Kitsuné veröffentlicht hat. Beat Culture, Blackbird Blackbird und Slow Magic vervollständigen das Line-Up.

XXYYXX - About You


XXYYXX - DJ-Set at Boiler Room Los Angeles 





Mehr zum Thema:

Facebook: XXYYXX
Soundcloud: XXYYXX
Tumblr: XXYYXX
XXXYYXX - Portrait at hhv.de


[Dieser Text erschien in der vergangenen Woche in der BZ-Beilage Ticket und auf badische-zeitung.de]

Samstag, 4. Mai 2013

Kritische Stimmen unerwünscht?

Quelle: http://fr.rsf.org/IMG/jpg/2013-carte-liberte-presse_1900.jpg
"Eine persönliche Meinungsäusserung muss noch lange nicht die Meinung einer Redaktion oder der Herausgeber sein." Diesen Satz sollten sich einige Freiburger Veranstalter und selbstbehauptete Kulturschaffende auf ein Blatt Papier schreiben, an den Badezimmerspiegel heften, um jeden Tag aufs Neue daran erinnert zu werden. Und an den Toilettenspiegel oder die Kühlschranktür gehören folgende Sätze: "Das Recht auf freie Meinungsäusserung und auf Kritik ist ein grundlegendes Rechtsgut. Auch beissende Polemik muss möglich sein."

Warum dies? Vor ungefähr einem Monat veröffentlichte ich zunächst auf Keep-it-Deep, später auf dem Freiburger Online-Magazin fudder.de einen Kommentar zu den Ganter Kulturtagen. Dieser lässt sich mit einem Kernsatz wiedergeben: Alles schon einmal dagewesen. Die Veranstalter liessen mit ihrer Reaktion nicht lange auf sich warten. In zwei E-Mails brachten ihr Erstaunen und ihren Unmut über meinen Kommentar zum Ausdruck. Damit konnte und durfte ich rechnen, und bis dahin war auch alles gut.

Die Kritisierten erwiesen sich jedoch als beleidigte Münsterbratwürste, die mit harten Diskursbandagen und freier Meinungsäußerung nicht zurechtkommen. Beide drohten rechtliche Schritte an gegen, ja, wogegen eigentlich? Gegen eine Meinungsäusserung? Ein kritisches Gegenüber mundtot machen wollen - das ist ganz schlechter Stil. [Wer so auftritt, sollte sich vielmehr um einen Posten als PR-Berater ein paar tausend Kilometer weiter östlich bewerben. Erst gestern hat Reporter ohne Grenzen (ROG) zum Internationalen Tag der Pressefreiheit eine Liste mit möglichen Arbeitgebern veröffentlicht.]

Als freier Autor und Journalist wird man nie umhin kommen, Kontakte auch zu Veranstaltern und Kulturschaffenden, zu Menschen aus Politik und Wirtschaft zu pflegen, gerade in einem regional überschaubaren Raum wie Südbaden. Man begegnet sich täglich, beim Bäcker, auf dem Markt, beim Zigarettenkauf, bei Konzerten, am Tresen einer Bar, in Buchhandlungen, beim Kauf einer Jeans. Immer und überall. Nichts spricht daher gegen ein gutes Verhältnis. Dennoch sollte man Distanz wahren, um nicht als verlängerter PR-Arm dieser Menschen dazustehen. Dagegen verwahre ich mich energisch. Mein kritisches Denken, meine kritische Stimme lasse ich mir nicht nehmen. Eine unterwürfige Hofberichterstattung braucht nämlich kein Mensch.

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In eigener Sache: ab Montag geht es wieder mit Interviews, Podcasts und Reviews weiter.

Mittwoch, 17. April 2013

Filburt - Keep It Deep Guest Mix

Die Forsythien leuchten in der Sonne. Die Kirschbäume treiben Blüten. Die Blätter der Kastanien schlagen aus. Endlich hat der Frühling die Macht des Winters gebrochen. Das Leben beginnt wieder. Und damit auch die schönste Zeit im Waldsee in Freiburg. Für mich gibt es in der Region Freiburg kaum einen Ort, an dem ich den Arbeitsalltag schneller hinter mir lassen könnte, als mit einem gut gekühlten Bier oder Weisswein am Ufer des kleinen Sees. Und wenn dann noch montags tageins oder samstags die Root Down auf dem Programm stehen, ist alles gut.

Auch am Samstag, 27. April 2013, findet Rainer Trübys Clubnacht Root Down im Waldsee statt. Nach Move D im Januar, Nils Penner im Februar und Atjazz im März, werden zur Aprilausgabe zwei Disc Jockeys aus Leipzig an den Decks stehen. Es sind Ron Deacon und Filburt. Letztgenannten kennen Vinylkäufer aus Mitteldeutschland noch von seiner Arbeit als Plattenverkäufer im Freezone Records Shop in Leipzig. Allen anderen, so auch mir, ist Steffen "Filburt" Friedrich bekannt als Produzent. Seit 2008 bildet er zusammen mit Michael Schiedt das Duo Good Guy Mikesh & Filburt, dessen Stücke auf Label wie Permanent Vacation ("Someone Told Me"), Mirau ("Cleaning Up") oder Riotvan ("No Other") erschienen sind. Ihr Sound wird von zwei Säulen getragen: House und Pop. So weisen manche Stücke einen stärkeren Bezug zu Club und Tanzfläche auf, andere wieder entwickeln eine traumverlorene Atmosphäre. Diese Parameter setzt Filburt auch in seinem Mix für Keep-it-Deep in Szene.



PODCAST






ENGLISH SHORT VERSION

I'm pleased to announce a new guest mix. This time, it was Filburt, one half of Good Guy Mikesh & Filburt, who compiled and recorded a podcast. If you happen to be in Freiburg on Saturday, 27th of April, be sure to catch him spinning records alongside Ron Deacon (Farside / Workshop / RDF) and Rainer Trüby (Compost Records) at Waldsee.



Mehr im Web

Facebook: Filburt
Soundcloud: Good Guy Mikesh & Filburt
Webseite: Good Guy Mikesh & Filburt
Frohfroh.de: Interview: Good Guy Mikesh & Filburt