"I'm on my way, on my way, on my way..."Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest allen Freunden, Bekannten und allen Besuchern dieses Weblogs.
"I'm on my way, on my way, on my way..."
Limitierte Auflage (1000 Kopien), eine Werkschau über sein (breites) Repertoire an floororientierten Tracks und deepen Grooves, Klassiker wie "Fade Away", "Prime Time" und "Forgotten Track" sowie ein ausschliesslich auf diesem Album enthaltener Vocal-Track "Crazy Luv" - was will das Herz eines Liebhabers stilvoller Housemusik mehr?! Ab 29. Januar 2009.
Ben Klock, Resident-DJ im Berliner Techno-Olymp Berghain, Produzent (BPitch Control, Klockworks) und zuletzt auch als Remixer für Kerri Chandler's "Pong" in Erscheinung getreten, wird im kommenden Jahr, genauer am 23. Februar 2009, sein Debut-Album auf Ostgut Ton, veröffentlichen. Den Hörer wird kein reines, straightes Techno-Album erwarten, sondern Ben Klock zeigt darauf auch, mit welchem Geschick er ambiente Klanglandschaften sowie vom gegenwärtigen Dubstep-Trend beeinflusste Tracks zu schaffen imstande ist. Zudem wird Elif Bicer, die bereits auf Prosumer & Murat Tepelis Album Serenity auftreten durfte, mit ihrer Stimme bei zwei Tracks Vocaleinlagen abliefern. Ich bin schon sehr gespannt darauf und hoffe, im nächsten Jahr (2009 also) einmal einem Set von Ben Klock beiwohnen zu können.
Tony Allen, der zusammen mit Fela Kuti als wesentlicher Begründer des Afrobeat / Afrofunk gilt, geniesst längst Legendenstatus. Nicht weniger angesehen ist das künstlerische Schaffenswerk Moritz von Oswalds, der gemeinsam mit Mark Ernestus unter den Pseudonymen Basic Channel, Rhythm & Sound und Maurizio, um nur einige aufzuführen, wegweisende Klassiker der elektronischen Musik produziert hat. Beiden Künstlern gemeinsam ist ihr hoher Qualitätsanspruch. Was diesem nicht genügt, wird nicht veröffentlicht. Beide, Tony Allen und Moritz von Oswald sind Bollwerke gegen den massenkompatiblen Geschmack und die Beliebigkeit.
Portable? Musik Krause? Hier auf diesem Blog? What's gotten into you, man?
Das kalte undurchdringliche Dunkel der immer kürzer werdenden Tage nagt an meiner Substanz. Mir fehlt das warme Licht der Sonne, das Kraft zu Kreativität verleiht. Vor kurzem habe ich in diesem Zusammenhang gelesen, dass der Mensch gerade in der dunklen Jahreszeit verstärkt auf (die Kraft der) Farben setzen soll - ob Kleidung, Wohnungseinrichtung oder Nahrungsmittel. Besonders stimulierend wirken und gar die Kreativität fördern soll laut Aussage des Farbpsychologen Max Lüscher Orange. Orange sei die wärmste Farbe des gesamten Spektrums, erwärme jeden Raum, wirke inspirierend, sonnig und gesund, stimme optimistisch und wecke Selbstvertrauen. Wahnsinn! Soll ich etwa mein Sofa mit einem orangefarbenen Tuch überziehen, Gardinen wechseln und meine bequemen Klamotten gegen feingewebte Leinenstoffe in derselben Farbe eintauschen?
Auf seine Produktionen, seien es Remixe oder eigene Songs, warte ich stets mit grosser Ungeduld. Vincent Williams a.k.a. DJ Spinna zählt für mich zu den (wenigen) DJs und Produzenten, die in ihren Sets und Werken den true spirit of soul der black music verkörpern. Und so ist es schwer, ihn in eine ganz bestimmte Genre-Schublade zu stecken. Inspirationsquellen für sein künstlerisches Schaffen sind der unerschöpfliche Reichtum des Jazz, des Funk oder Soul, deren Fortführung und Weiterentwicklung in Disco und House sowie R & B und Hip Hop. Mit Mos Def, Talib Kweli und De La Soul hat er bereits zusammen gearbeitet, ebenso für das Projekt Polyrhyhtm Addicts, und für das kommende Jahr 2009 hat er die Veröffentlichung eines neuen Studio-Albums angekündigt, ein "real boom bap hip-hop album".
Ein Blick in die Vergangenheit, drei Musiker, die Geschichte schrieben und bis heute noch schreiben. Nina Simone, von Stephan Hentz in der Neuen Züricher Zeitung liebevoll als Sirene der Black Music bezeichnet, Kerri Chandler und Jerôme Sydenham, zwei herausragende Produzenten und Tonkünstler der House Music. Letztere treten hier unter ihrem Projektnamen The Songstress auf und nehmen sich des Nina Simone-Klassikers "See Line Woman" (wiederum basierend auf einem alten Folksong aus den US-amerikanischen Südstaaten) an.
Dass Benz-Town, Porsche-City oder Bosch-Hausen, also Stuttgart, mehr ist und mehr kann als die unüberschaubare Vielzahl an Bars und Clubs, die wie an einer Perlenkette aneinandergereiht die Theodor-Heuss-Strasse säumen; dass Stuttgart mehr ist, als diese hübsch glatt polierten, durchweg auf retro oder minimal chic setzenden und damit unerträglich oberflächlich und langweilig gewordenen Ausgehmöglichkeiten; dass Stuttgart auch mehr kann, als der in diesen Locations bis zum Overkill gespielte seichte und hohle Handttaschen-House...
Kaum erholt von einer mit Sicherheit überwältigenden Labelnacht der Züricher Drumpoeten, geht's am darauffolgenden Samstag, den 13. Dezember, auch schon weiter an der Dienerstrasse 33, wenn Redshape der Züricher Zukunft seine Ehre erweist und dem Clubgänger und Musikliebhaber mit einem atemberaubenden Set einzuheizen weiss. So fresh, so funky war (Detroit) Techno seit Jahren nicht mehr. Real Motor City madness!
Zwei Jahre Drumpoet Community, 20 Veröffentlichungen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Und so laden Alex Dallas und Ron Shiller an diesem Freitagabend in die Züricher Dienerstrasse 33, um dies zusammen mit Crowdpleaser aus Genf gebührend zu feiern und anspruchsvoller Clubmusik zu frönen. All night long. Hey you, this is music for you!
Die neue Woche könnte nicht besser beginnen als mit einem knapp siebzig Minuten dauernden Mix von Danilo Plessow aus Stuttgart, der hierfür jedoch hinter seinem Künstler- bzw. Projektnamen Motor City Drum Ensemble zurücktritt. Ursprünglich aus Stuttgart, der Motor City Deutschlands schlechthin (Mercedes Benz, Porsche), bewegt er sich als Produzent seit etwa fünf Jahren zwischen den (groben) Eckpfeilern Broken Beats und House und machte insbesondere in diesem Jahr mit seiner Raw Cuts - Reihe auf sich aufmerksam. Seinen Stil beschreibt das Fanzine ResidentAdvisor als "house tracks that managed to be retrospective and forward-thinking at the same time". Dies wird durch einen (kurzen) Blick auf die Tracklist des eigens für ResidentAdvisor eingespielten Podcasts deutlich, finden sich hier doch Tracks von Imprints wie Strictly Rhythm, Apricot Records oder Ron Trents Label Prescription. Doch genug von mir. Let the music talk:
Musik aus den 70er- und 80er Jahren - sind das nicht diese grottigen Heuler, die auf Parties gespielt werden, deren Flyer regelmässig die Unterschrift "stilecht kleiden" ziert, auf denen sich regelmässig zig Jugendliche, eingezwängt in neonfarbene Leggins, weitaufgeknöpfte Rüschenblusen, bonbonfarbene Shirts und Cowboystiefel, einfinden, um im Kollektiv der anonymen Masse einen auf kultig zu machen? Die Antwort fällt - erschreckend! - einstimmig aus. Ja!Cassy, Prosumer, Steve Bug, Sebo K, Marcel Dettmann - die Namen der DJs, die in diesem Jahr "'Live' Goes On", die vierte Veröffentlichung von Frank Timm's Sound Stream-Projekt gechartet haben, sind Legion. Wer könnte sich auch diesen Disco-Delikatessen enthalten? Ich kann's auch nicht und "'Live' Goes On" ist ein Track, den ich täglich hören könnte.
Der Vorgänger, "Love Jam / Makin' Love" (http://www.discogs.com/release/794940) war nicht minder begehrt und begehrenswert. Ich bin diesen Piano- und Stringsamples, kleingehackt und zu einem hypnotisierenden Groove voller Funk und Soul zusammengesetzt, schlicht und einfach verfallen. I love makin' love! C U next week!

Die Schweiz. Nahezu zwei Jahrzehnte war Bern, die Kapitale dieser kleinen Alpenrepublik meine Heimat. Auch in musikalischer Hinsicht. Hier fand mein Erstkontakt zu House und der Szene der elektronischen Musik insgesamt statt. Als Fünfzehnjähriger, in den Mittneunzigern, hielt ich meine erste Compilation dieser Sounds, die mich seither nicht mehr losgelassen haben, in den Händen. Es war "The Experience Chapter 1", erschienen auf King Street Records (http://www.discogs.com/release/180068). Ein US-Import. Mood II Swing, 95 North, Urban Soul die ersten Namen, die sich mir tief in mein musikalisches Gedächtnis eingegraben haben.Ich benötigte Luft zum Atmen, Raum zum Leben und Zeit zum Denken. Ich atmete tief ein, atmete die Anspannung und Hektik der zurückliegenden Tage aus. Liess mich fallen, um mich wieder zu erheben, und bin nun, nach einer kurzen Zeit der Abwesenheit wieder zurück auf keep-it-deep. Ya know: There's a place for everyone. There's a time for everyone. There's a chance for everyone. There's a hope for everyone.