Freitag, 24. Dezember 2010

[g]hood - Keep It Deep Guest Mix

Es war vor nahezu einem halben Jahr, da feierte [g]hood die hundertste Ausgabe seiner auf motion.fm ausgestrahlten Sendung "Lost In Atlantis". Er ist es auch, der hinter der Auswahl und dem Arrangement des heutigen musikalischen Festmenüs steht. Wissenswertes zu seiner Sendung und zu seiner Person erfahrt ihr unter Lost In Atlantis - 100th edition. In diesem Sinne eine frohe und besinnliche Zeit und - sollte ich bis dahin keinen Eintrag mehr verfassen - zum Jahresende und für das kommende Jahr vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und Glück. Keep it deep!


Et voilà le mix:

[g]hood - Keep It Deep Guest Mix (Yule Tide Session 4) by keep-it-deep


English (short) version: today's chef de musique is Munich / Germany based [g]hood whom you may know as man behind the "Lost In Atlantis" radio show on motion.fm. Enjoy the music, merry christmas and a blissful new year.


Tracklist: later...


Mehr im Web:

[g]hood @ MySpace
Lost In Atlantis @ MySpace

Donnerstag, 23. Dezember 2010

KaSpar - Watchadoo

Ein kurzer Blick südwärts, auf die iberische Halbinsel. Nach Portugal, und dort in die Landeshauptstadt Lissabon. Dort, zwischen - Klischee(!) - Fado und Azulejos lebt und arbeitet KaSpar, ein junger, aufstrebender DJ, Produzent und Gründer des Labels Groovement. Vor einiger Zeit ist er mit seinem Track "So Right" auf diesem Blog etwas unter die Räder gekommen - zu stark waren die von ihm ausgehenden Reminiszenzen an vorbekannte Stücke. Es ist aber auch nicht leicht heutzutage, irgendetwas zu produzieren, dass einem auf Residentadvisor mehr als drei Punkte einbringt. Sei's drum. Und überhaupt, was heisst das schon, "anders klingen", "kreativ sein", "innovativ sein" und DEN Sound wenigstens der nächsten vier, fünf Monate geschaffen zu haben.

Wieder zurück zu KaSpar und seinem Track "Watchadoo", den er zusammen mit zwei Remixen auf seinem eigenen Label Groovement herausgebracht hat. Sein Original ist stark Bass- und Dub Chord-orientiert. Um eine Vocal-Hookline ("Watcha Gonna Do") herum baut er ein starkes Gerüst aus wuchtigen Bassdrums, scheinbar wild um den Hörer herumschwirrenden, mit einander vertwisteten Soundeffekten und nervös flirrenden Synthie-Bleeps auf, lässt den Track beständig an Dynamik zunehmen, bis man nicht mehr anders kann, als die Arme auch am Schreibtisch hochzureissen - trotz grosser Selbstdisziplin.

Für den ersten Remix zeichnet verantwortlich Milo Johnson alias DJ Nature aus Bristol. Lange Zeit war es still(er) geworden um ihn, der unter seinem Nature Boy-Künstlernamen in den Neunziger Jahren für Furore sorgte (Wild Bunch). Nichts an seinen Produzentenfähigkeiten hat er eingebüsst, was nicht zuletzt auch seine 12" "Win, Lose And Dance" auf Golf Channel Recordings gezeigt hat. In seinem Remix öffnet er die Kompaktheit des Originals, unterlegt es mit Hall und Raum, ein dirty disco rub zum hineinlegen. Der ebenfalls in Lissabon beheimatete Vahagn zieht den Track für seinen Remix ganz anders auf. In den Vordergrund stellt er ein funky Gitarrenlick, um das herum er seine zwischen House und Disco alternierende Interpretation aufbaut. Feine 12"!


English (short) version: KaSpar with a heavy-weight bass- and dub chord-inspired house track that gets remixed by legendary DJ Nature (Milo Johnson / Wild Bunch) and up and coming producer Vahagn. Check!


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KaSpar @ MySpace
KaSpar @ Soundcloud
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Groovement @ Soundcloud
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Groovement
DJ Milo / DJ Nature
DJ Nature @ Beats In Space Radio Show

Quarion - Moons Around Jupiter

Yanneck Salvo alias Quarion war in diesem Jahr vornehmlich als Remixer unterwegs. Mit seinen Beiträgen hat er sich eingetragen in den Veröffentlichungskatalog von Meakusma ("Quarion's Red Dusk Remix") und Falkplatz ("Quarion's Sicilia Profonda Remix"). Kurz vor Jahresausklang brennt er mit "Moons Around Jupiter", erschienen auf dem von ihm mit ins Leben gerufenen Label Retreat, ein Astralfeuerwerk im wahrsten Wort- und EP-Titel-Sinne ab. Dass es in diesem Jahr seine erste Soloveröffentlichung ist, dass zwischen dieser und der letzten ("Dusty Fingers") ein gutes Jahr dazwischen liegt, mag ich irgendwie kaum glauben, so gegenwärtig und geläufig sind mir seine Produktionen aus dem Vorjahr noch.

"Moons Around Jupiter" erfreut mit vier Tracks - drei, wenn man das Ganymed'sche Beat-A-Pella oder Drum-A-Pella nicht miteinberechnet. Wikipedia lehrt, dass Europa der kleinste der vier grossen Jupitermonde ist. Seine Oberflächenstruktur ist zerfurcht, unter einer dicken Kruste aus Wassereis wird ein Ozean vermutet, die dunklen Flecken könnten gefrorenes Schmelzwasser sein. Ganz ehrlich: eine wirklich plausible interpretatorische Verbindung zwischen diesem Himmelskörper und Quarions gleichnamigem Track vermag ich am heutigen Donnerstagabend nicht mehr zu ziehen. Sie muss vom jeweiligen Hörer geleistet werden. Fest steht jedoch, dass Quarion auf diesem Track mit einer massiven, tiefrollenden Bassline zu begeistern weiss. Diese (Begeisterung) steigert sich noch mehr durch das unvergleichliche Drumprogramming mit seinen Rhythmusschattierungen. Sie weisen eine Nähe zu House und, ja, (Disco) Boogie auf und vereinnahmen die Tanzfläche innert kürzester Zeit. Lustvoll entfaltet sich darüber eine Synthesizermelodie, Akzente werden gesetzt durch chorale Vocal-Elemente. "Europa" fesselt atmosphärisch, beinhaltet ein hohes emotionales Potenzial und macht dennoch jede Menge Spass. Heavy Hitter!

"Callisto" steht irgendwo zwischen (Deep) House und einem Amalgam aus (Cosmic) Disco und (balearischer) Elektronika. Verträumt, schwebend, dennoch strahlt aus dem Inneren dieses Tracks eine faszinierende Wärme. Bestens geeignet, um sich in der blauen Unendlichkeit des Universums zu verlieren. Bleibt noch "Io", ein Stück, das eine hohe Viskosität besitzt wie langsam fliessende Lava. Wie deren runzelige Oberfläche besitzt auch Io schroffe, zerklüftete Synthesizer, rauhe, drängelnde, schiebende Beats und Bässe, die einen vereinnahmen und mitreissen.

Moons Around Jupiter - Trailer! by Quarion


English (short) version: Quarion gets us up to outer space with his new fourtracker on his own label Retreat. Europa is fun, punchy and no-nonsense classic house with an infectious bassline and sophisticated drum workout whereas Callisto leads towards spiritual experiences such as astral projection. Io is rough, rugged and raw. What a bomb it is, this EP!


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Retreat @ Soundcloud
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James Johnston - Feeling Good In The Dark

Einen festen, gesichterten Stammplatz hat sich 4 Lux Recordings, das Label von Gert-Jan Bijl (you may better know as...Gerd) vor allem durch Veröffentlichungen eines Alex Agore, Kez YM oder Erdbeerschnitzel bei mir erworben. James Johnston wirft nun mit seiner 12" "Feeling Good In The Dark" einen weiteren Erinnerungsanker aus.

Bisher bin ich diesem Produzenten aus der schottischen Stadt Glasgow nur auf Soundcloud begegnet, wo er sich als fleissiges und überaus umtriebiges Community-Mitglied hervorgetan hat. Nun also auch auf 4 Lux Recordings, mit einer eigenen EP. Mit vier Tracks gibt er Einblick in sein persönliches Verständnis von klassischem House, das er eindrücklich zu veranschaulichen versucht. Warme, weichgezeichnete Synthie-Flächen umschmeicheln vorwärts walzende, in einem (forcierteren) Mid-Tempo gehaltene Beats. Das Dunkel der Bässe wird aufgehellt durch kurze, keinesfalls aufgesetzt wirkende Melodie-Einsprengsel, ob nun Fender Rhodes oder Flöte. Zudem finden sich geschickt platzierte Vocals oder Snare Claps darauf ein. Süffig, leicht bekömmlich, dennoch nicht zu süss, wie ein südbadischer (classic) Riesling.


English (short) version: four classic house tunes that are off-dry, highly aromatic, sweet but still complex enough, like an excellent badenian riesling white wine.


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James Johnston @ MySpace
James Johnston @ Soundcloud
The House Of James
4 Lux Recordings

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Lost Tracks (4)

http://thewaxpages.tumblr.com/post/2086394910/this-amused-me
Lost Tracks geht in die vierte und letzte Runde in diesem Jahr. Mehr im Rahmen dieser Kurzserie wird es wieder im nächsten Jahr, im Dezember 2011 geben, sofern und soweit dieses Blog noch Bestand haben sollte. So weit in die Zukunft vorauszuschauen und zu planen liegt mir nämlich nicht. Daher gilt ein vorerst letztes Mal das in den Wochen zuvor gesagte: "in ein paar kurzen Worten auf Tracks und ganze EPs hinzuweisen, die zwar nicht tatsächlich untergegangen, die ganz bestimmt nicht zu wenig Aufmerksamkeit erfahren haben, die jedoch noch keine Berücksichtigung auf keep-it-deep erfahren haben."


1. Sevensol & Bender - Scuba (Aera's Diving Dub) - Fauxpas Musik.

Sevensol und Bender, zwei Leipziger DJs, Produzenten und Mitgründer von Kann Records haben im Herbst 2010 auf dem Hamburger Label Fauxpas Musik mit Scuba einen Track veröffentlicht, der durchaus Hitpotenzial besitzt - vorausgesetzt, man lässt das Durchschnittsverständnis des Wortes "Hit" zuhause. Ein "Peaktime-Kracher" nämlich ist weder das Original, noch sind es die beiden Remix-Versionen. Damit die unwiderstehliche Kraft, die diesem Stück innewohnt, zu ihrer vollen Entfaltung gelangt, bedarf es Zeit. Wird diese "Scuba" gewährt, wirkt die Musik unmittelbar auf das Gefühlszentrum ein, lässt Stimmungen im Kopf entstehen. "Scuba" ist aufhellend, euphorisierend, vermittelt Friede, Ruhe, Entspannung, aber auch Traurigkeit - insbesondere der "Diving Dub" von Aera, dessen sanftes Glühen bestens geeignet für zauberhafte Warm up- oder Abkühlstunden geeignet ist.




2. Shakarchi & Stranéus - Macedonia / Iraq - Geography Records.

Während die Swedish House Mafia sich in selbstverherrlichenden Posen begleitet von elends miserabler Musik vor zehntausenden Freiluft-Ravern abfeiert, diese Szenen aufzeichnen und zu einer DVD zusammenschneiden lässt, treten Label wie Kontra Musik, Lugnet Records, Aniara Recordings und seit kurzem auch Geography Records den Beweis an, dass aus Schweden nicht nur gleichbedeutend ist mit Hochumsatz- und Niedrigqualität-Musik. Adam Lundberg und Oscar Villata stehen hinter Geography Records, dessen Homebase die südschwedische Stadt Malmö ist. Das erste Release, Macedonia / Iraq, stammt von Faik Shakarchi und Daniel Straneus, die mit dieser EP zwei wunderschöne, tiefgründig entspannte, energetisch ausbalancierte Tracks vorstellen. An dieser Stelle in kleiner Blick in die nahe Zukunft: Geography 002 wird im Januar 2011 erscheinen, Produzent ist Julius Steinhoff. Vormerken!




3. Rio Padice - Sleepless Nights EP - Bassculture Records.

Tanzflächenorientierte Tracks mit geradlinigem Aufbau kommen auf diesem Blog hin und wieder etwas zu kurz. Liegt sicher auch daran, dass dessen Betreiber mit zunehmendem Alter etwas träge geworden ist und den Vodka Irgendwas gegen Freude und Frohsinn bereitenden Rotwein eingetauscht hat. Wenn ich denn einen Vorsatz für das kommende Jahr 2011 in die Tat umsetzen möchte, dann den nämlichen: wieder vermehrt zwischen Zürich (Zukunft & Co.) und RJ unterwegs zu sein. Doch zurück zur Musik: Liebhaber von Label wie Sthlmaudio Recordings werden mit Tracks des Italieners Dario di Padice, das ist Rio Padice, zu hundert Prozent auf ihre Kosten kommen. Die Sleepless Nights EP, in diesem Sommer auf des Franzosen D'Julz eigenem Label Bass Culture Records erschienen, ist voll von diesem supertighten, crispen stuff - so sagt man doch dazu, oder?! Ebenfalls empfehlenswert sind seine Tracks auf The Luchador.




4. Philogresz - Move Me (Ron Deacon' Piano Club Remix) - Prog City Deep.

Traumverhangen, verklärt glücklich, den Hörer mit einem vergeistigten Glanz in den Augen zurücklassend - das ist Ron Deacons "Piano Club Mix" für "Move Me" von Ilker Soylu alias Philogresz. Original und Schaffhäuser Remix sind auch nicht ohne, sofern man in schulmedizinisch zerstückelte, kleinteilig zusammengesetzte Groove-Einheiten mag.




5. Kasper Bjoerke - Heaven EP - Hfn Music.

"Heaven" von Kasper Bjoerke ist eine Neubearbeitung des gleichnamigen Rolling Stones-Klassikers, die auf Hfn Music zusammen mit Remixen von Nicolas Jaar und Prins Thomas auf den Sommer 2010 erschienen ist. Sommerleicht swingender Pop, der die Zitatgrundlage meines Erachtens nur subtil verändert. Himmlisch zart schmelzend.




English (short) version: this is our last edition of "Lost Tracks" - at least for 2010, and it would be an idle speculation if we pretend that we still exist in the end of 2011. Anyway. Dive deep into wonders of electronic music that are presented by Sevensol, Bender & Aera, Shakarchi & Straneus, Rio Padice, Ron Deacon and Kaspar Bjoerke.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Unknown Artist - Most Of This Moment (Isolée Remixes)

Ein letztes Beisammensein - schwingt da nicht (unterschwellig) ein Hauch von wehmütiger Abschiedsstimmung und Melancholie mit? Passt doch wunderbar in diese Jahreszeit. Das alte Jahr neigt sich seinem Ende zu, ein neues will anbrechen. Aus dieser derzeit oft feststellbaren Grundgestimmtheit der Mitmenschen können bei einem selbst Unsicherheiten dahingehend erwachsen, da man möglicherweise hinter seinen Ansprüchen und Idealen zurückblieb und noch nicht weiss, wie die Zukunft positiv beeinflussen.

Diese Grundgestimmtheit vermag aber durchaus, eine Aufbruchsfreude und Zukunftsbegeisterung zu wecken - vor allem, wenn in dieses Stimmungsgefüge eine warme, vertrauenserweckende Stimme hereinbricht und einen auffordert, diesen einen Augenblick vor einem möglichen, nicht mit Sicherheit vorhersehbaren Wendepunkt auszukosten, das Leben gewissermassen bei den Hörnern zu ergreifen und das Beste daraus zu machen. "Make the most of this moment". Dazu hält uns die Stimme einer mir bisher noch unbekannten R'n'B- / Soul-Sängerin in zwei massiv bouncenden Tracks auf dieser 12" an, für die Rajko Müller alias Isolée verantwortlich zeichnet.

Ich kann nicht anders, seine beiden Tracks, "Isolée Remix" und "Isolée Dub" als ein ausgereiftes (House-)Arrangement um ein R'n'B- beziehungsweise Soul-Vocal zu bezeichnen. Das trockene Pochen der Bassdrum - eines der zahlreichen persönlichen Markenzeichen des Frankfurter Produzenten - mischt sich hierauf mit einem knackigen Funk-Bass. Dessen (hypnotische Ostinato-)Figuren tänzeln - trotz einer statischen Schwere - swingend leicht und auf eine gewisse Weise unbeschwert. Unter Anwendung des eingangs umrissenen (subjektiven) Interpretationsansatzes lässt sich aus ihnen die melancholische Schwere heraushören, welche Abschiedsmomenten eigen ist. Doch auch eine beschwingte Leichtigkeit vermögen sie zu vermitteln. Sie sind umgeben von Orgel- und Synthesizer-Klangnebelschwaden, aus diesen mit Delay, Reverb & Co. versehene Sound-Effekte auftauchen. K.I.L.L.E.R.! Let's go dancin' this way to 2011!





English (short) version: two heavily bouncin' remixes by Isolée. 'Nuff said!


Mehr im Web:

Isolée
Isolée @ Facebook
Isolée & DJ Koze @ Beats In Space Radio (07. Dezember 2010)

500 Miles High

Obskuritätensammler aufgepasst. Wem es nicht aussergewöhnlich genug sein kann, wer seine Plattensammlung, DJ-Sets und Zuhause-Mixtapes einmal mit Musik etwas abseits der "klassischen" Suchfelder bereichern möge, sei an dieser Stelle auf 500 Miles High verwiesen. Seit Juli 2010 bloggt unter dieser Adresse der Brite John Williams alias DJ Lord Muck, der sich selbst mit einem Anflug von britischem Humor, Understatement und Selbstironie als "Amateur disc jockey and gentleman" beschreibt. Mit ebensolchem Witz und einem feinen Sinn für verschroben schöne Musik erfreut er mit kurzen Rezensionen, eigenen Mix-Compilations sowie dem einen oder anderen zum Herunterladen freigestellten Track aus der Sammlung seiner eigenbrötlerisch komischen Musik.


Ebenso empfehlenswert: Yukebox - ein mit sehr viel Liebe und Sorgfalt geführtes Blog zum Thema jugoslawischer Populärmusik, vornehmlich aus der Zeit der Siebziger und Achtziger Jahre.


English (short) version: 500 Miles High is a blog founded by John Williams a.k.a. DJ Lord Muck. There, he shares his love for wry, quirky music that requests to think beyond your personal horizon. Worth to check! And, if you like, make a stopover at Yukebox, a weblog concentrating on yugoslavian seventies / eighties popular music.


Mehr im Web:

500 Miles High
Lord Muck @ Soundcloud
DJ Lord Muck
Lord Muck - DJ Mix @ Mystery Mix

Montag, 20. Dezember 2010

Mixed up monday (46)

http://joyfulpantsofbuttlol.tumblr.com/post/2186998051/jane-fonda-being-a-darling
Ein Hip Hop - Mixtape von Vincent Williams alias DJ Spinna leitet die heutige Rundschau ein. Regeln brechen, ohne dabei einen Schaden zu erleiden, lautet also die Devise. Everybody bounce!

Dj Spinna In B-Boy Mode by Dj Spinna


Disco, mehrheitlich "Edits", packt Richard Dugdale von Local Zeros in seinen "Christmas Cracker 2010"-Mix, der kaum über 95 bpm hinausgeht. Für den frühen Abend, die frühen Morgenstunden, oder einfach nur zwischendurch: Local Zeros - Chillin Xmas Mix 2010.


Wer öfters einmal von Klangwolke zu Klangwolke fliegt, wird bestimmt schon einmal auf Rubsilent gelandet sein. Mit grösster Regelmässigkeit erscheinen von ihm, der sich selbst als "Record collector, DJ, House and Techno enthusiast" beschreibt, Zusammenstellungen seiner Neuerwerbungen und Wiederentdeckungen. Lässt sich wirklich hören, auch sein neuester Mix, "Twisted Funk":

Twisted Funk by rubsilent


Eupen, Belgien, letztes Wochenende im Juni, Musik Marathon. Neben Rock und Pop erhält dort auch die elektronische Musik eine Plattform, um ihre verschiedenen Facetten vorzustellen. So hat in diesem Jahr das Label Meakusma eine längere Spielzeit eingeräumt bekommen und Künstler wie Juju & Jordash, Madteo oder Immer.Chic an die Plattenteller geholt. Unter ihnen auch der Belgier Rafael Severi alias Sensu, dem die Ehre des Warm-Up gebührte. Massiv - doch nichts für Scheuklappenträger!

Sensu@MEAKUSMA_MUSIK MARATHON by sensu


Bleiben wir bei Meakusma. Auf der Soundcloud des Labels findet sich seit kurzer Zeit der Mitschnitt eines Sets des DJ-Duos Beautiful Swimmers aus Washington D.C. im Rahmen einer Clubnacht in Eupen / Belgien. House, Disco, Italo - derartige Kategorisierungen interessieren hier nicht!

Beautiful Swimmers DJ set at Patience & meakusma night - 04.12.10 by meakusma


Modifyer ist umgezogen, schon seit einiger Zeit, und zwar zu Wordpress. Völlig unerheblich eigentlich, auf welcher Blogsoftware das Blog betrieben wird. Hauptsache, die "Process Series" werden fortgeführt. Am 14. Dezember 2010 war RSS Disco aus Hamburg zur Gestaltung einer Ausgabe eingeladen. In dessen Zentrum steht der Sound der Roland TB-303. Warum und weshalb, kann hier hier nachgelesen werden. Doch nun endlich der Mix:

rss disco - process part 245 (acid disco) by modyfier


Damit die 4/4-Heads nun endlich auch auf ihre Kosten kommen, folgendes: Roman Flügel und Pépé Bradock haben in diesem Jahr gemeinsam eine Sendung der "Big Love Show", einer Radio Show der Stanford University gestaltet. Mitschnitt - etwas mehr als vier Stunden - und Tracklist gibt's hier:

Roman Flügel (Alter Ego) & Pépé Bradock - The Big Love Show - 06-09-2010 by R_co


Auch vom Leipziger Label Kann Records gibt es gute Neuigkeiten, und zwar die zweite Ausgabe der hauseigenen Podcast-Reihe. Ihn eingespielt hat Jan Barich alias map.ache. Top!

KANNPOD02 - MAP.ACHE - BOAT OR WRECK by kann


Wieder einmal äusserst fleissig war Späk. Dass ich von seinen Mixtapes ein grosser Fan bin, darf gerne jeder wissen, daher wird - ganz zwonull und social - sein neuestes Werk auch hier geteilt:

hidden footprints in the snow burrow a secret...mix by späk by späk


Noch zwei Mixe, und dann ist Feierabend. Nach soundsoviel Stunden Winter und Verspätung mit der Deutschen Bahn ist dieser auch redlich verdient. Berlins Tama Sumo hat für das Portal Junodownload einen exklusiven Mix eingespielt - K.I.L.L.E.R. Lässt Erinnerungen an die fantastische Clubnacht mit ihr und Essens DPlay im vergangenen Jahr wach werden.



Und zum Abschluss wieder ein wenig Boogie, dieses Mal von Londons Jitterbug:

Jitterbug - Festive Boogie Mix by uzuri


English (short) version: due to a so-called severe winter i spent most of the weekend together with many unknown yet well known Deutsche Bahn customers. Friends of mine were born and raised in chilly Siberia and used to head riverwards for a swim warming up after it with a mixture of hot tea made of rosehip and black currant leaves with vodka - they may tell you stories about true harsh winters. Anyway. As I can't serve you with vodka and hot tea, I'd love to bring some warmth into your home with this weeks mix selection. Hip Hop by DJ Spinna, Disco, Boogie, Italo & the likes compiled and mixed by Beautiful Swimmers, RSS Disco or Jitterbug, House-but-House by Späk, Tama Sumo or Pépé Bradock & Roman Flügel. Enjoy!

Freitag, 17. Dezember 2010

Paskal - Keep It Deep Guest Mix

Voller Wärme, die Seele berührend, und auch für zurückgezogene Augenblicke an einem Freitagnachmittag bestens geeignet, ist der heutige Podcast. Für ihn konnte ich Alexander Kastner alias Paskal gewinnen. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er in diesem Jahr durch seinen Remix für Alton Millers Track "I Can't Hide It sowie seine Need Love EP auf Farside Recordings. In seinen Produktionen fängt er goldene Sonnenfluten ein. Sie wirken erhellend und belebend, genauso wie sein Guest Mix für dieses Blog. Perfekt für den bald bevorstehenden kürzesten Tag des Jahres. Interview folgt in Kürze nach.


1. Hallo Paskal / Alex, stell Dich doch bitte einmal selbst vor.

Ich bin 31 Jahre alt und geboren in Magdeburg. Seit 2009 lebe ich mit meiner Familie in Berlin.


2. Was war Deine musikalische Initialzündung?

Eine Zündung gab es nicht unbedingt, ich denke es war eine Entwicklung aus dem Interesse/Liebe zur Musik, die nun schon seit 16 jahren anhaelt. Ich denke eine Initialzündung ist mehr mit einer bestimmten Richtung zu definieren, und die gibt es bei mir nicht. Wichtig ist es für mich dabei ein gutes Gefühl zu haben.


3. Welches bzw. wer sind Deine grössten musikalischen Einflüsse?

Einflüsse gab und gibt es viele, aber an erster Stelle ist Musik für mich eine Art, mich ausdrücken zu können und wichtige Dinge, die um mich herum passieren, verabeiten zu können.

Was den musikalischen Einfluss betrifft, ist es so, das ich über Grafitti und Hip Hop zur elektronischen Musik gekommen bin und ich denke da ist viel Raum für Emotionen. Aber sehr geprägt hat mich der Podcast von Dirk Rumpff (Offtrack Radio). Er hat mir gezeigt, dass es so sehr viel mehr gibt und nicht unbeding wichtig ist, die Regeln zu beachten, die aber leider oft mit elektronischer Musik in Verbindung gebracht werden.


4. Wie würdest Du (einem gehörlosen Menschen) Deinen eigenen Stil beschreiben?

Heartmusic.


5. Du produzierst seit einiger Zeit auch eigene Tracks. Was hat Dich dazu gebracht? Woher nimmst Du Deine Inspiration?

Angefangen Musik zu produzieren habe ich 1999 mit meinem alten Partner Michael Robra und spaeter mit Minus 13. Nach einer musikalischen Pause von 3 Jahren, habe ich dann wieder mehr für mich allein das Interesse entdeckt und im stillen Kämmerlein produziert.

Die Inspiration dafür gab mir zu der Zeit Verano mit seinem Netlabel Artecue.de, eine gute Möglichkeit, „music for free“ unter die Leute zubringen, um sich so weiterentwickeln zu können. Später habe ich viel mit Fineline und Georg Neufeld aus der Schweiz zusammen gearbeitet und dabei die schweizer Mentalität genossen. All das ist meine Inspiration gewesen... Menschen kennenzulernen und mehr als die Musik zu sehn.


6. Wo kann man Dir beim Auflegen über die Schultern blicken?

Da ich Familie habe und meine große Leidenschaft das Produzieren ist, bleibt da nicht so sehr viel Zeit. Und ein wenig hatte ich auch den Spaß in den letzten Jahren daran verloren. Momentan ist es so, das ich durch verschiedene Podcastmixe wieder Lust bekomme und mir vorgenommen habe 2011 wieder mehr aufzulegen oder eventuell live spielen werde.


7. Pläne für Deine musikalische Zukunft?

Mir treu zu bleiben!


Hier nun der Mix:

Paskal - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep


Tracklist: on monday.


English (short) version: our this weeks guest mix feels like warm sun rays on the body. Therefore it is not only a perfect podcast to stretch out on the sun beds or the hammnock but also for a lazy friday afternoon in winter. It was compiled and mixed by Alexander Kastner who you might better know under his Paskal moniker. With tracks on Farside Recordings and Prog City Deep, this man knows how to enlight your day just before the winter solstice. (Interview will follow soon).


Mehr im Web:

Paskal @ MySpace
Paskal @ Facebook
Paskal @ Soundcloud

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Delano Smith - My Life / Direct Drive

Der Detroiter Delano Smith kann sich - wie manch einer seiner Produzentenkollegen - über ein starkes Jahr 2010 freuen. Dies insbesondere im Hinblick auf seine Remix-Leistungen, man schaue sich nur die Aufzählung bei discogs.com an. Sein mit jede Menge Coolness aufgeladenes Neu-Arrangement von Patrick Speckes "Antman" lief mir wirklich gut rein.

Zum Jahresende verabschiedet sich die Detroit Beatdown-Legende mit einem Paukenschlag auf seinem eigenen Imprint Mixmode Recordings. Zu hören gab's einen Track davon bereits im Sommer, als Delano Smith über seine Soundcloud ein Mixtape bereitstellte, das im Grossen und Ganzen sein Schaffenswerk 2010 sowie einiges noch unveröffentlichtes Material beinhaltete. Darunter auch "My Life", das mit einem weiteren Stück, "Direct Drive", erscheinen wird. Keiner der beiden Tracks ist übersophistiziert, weder verbreiten sie eine Atmosphäre übertriebener Künstlichkeit noch triefen sie vor Detroit-Volkstümlichkeit. Wieso auch - mehr Motor City als Delano Smith sie mit der Muttermilch aufgesogen hat, geht nun wirklich nicht mehr.

"Direct Drive" und "My Life" beinhalten beide die Eigenschaften, welche seit Jahren meine Faszination für House auslösen. Der treibende Beat einer beständig pulsierenden, warmen Bassdrum, gefühlvolle, sanfte, Streicherflächen, der krispe Klang der Hi-Hats, ein Keyboard-Klang hier, ein Keyboard-Klang da - tausend Mal durchdekliniert, berührt das Empfindungsvermögen immer noch ganz tief. Das muss Liebe sein. Oder so!

Wer den Sommer-Mix damals verpasst hat, sollte einmal hier oder bei Clone Records zwecks Soundsamples vorbeischauen.


English (short) version: Delano Smith finishing the year off strong with two tracks on his own imprint Mixmode Recordings. Words can't describe how much I love this good warm bassdrum sound!


Mehr im Web:

Delano Smith @ MySpace
Mixmode Recordings
Mixmode Podomatic
Mixmode @ Soundcloud

Delano Smith Deep House Mix October 2010 by mixmodedetroit

Christopher Rau - Stockings

Christopher Rau hat mit seinem Longplayer "Asper Clouds" zu einem der wesentlichen musikalischen Höhepunkte in diesem Herbst beigetragen. Sein Album bietet eine gut Vorstellung der persönlichen Ausdrucksform des Hamburger Produzenten, der in den darauf befindlichen Stücken mit stiller Introvertiertheit eine verträumte und zugleich intensive Atmosphäre erzeugt.

Sein durchaus schaffensreiches Jahr - eine EP auf Giegling, eine Kooperation mit den Smallpeople auf Smallville sowie ein Beitrag für Laid und sein eigenes Label Dérive - lässt er ausklingen mit einer weiteren 12". Sie erschien jüngst auf Aim, dem jungen Label des Berliner DJs und Produzenten Tristen. Grundlage seiner drei Tracks sind ein endloses, ausgeglichenes Fliessen und eine wohltuende Weichheit. Dieses Mal schöpft Christopher Rau aus diesem Lebensstrom jedoch Texturen und Farben heraus, deren positive und aufbauende Kraft jeder Tanzfläche gut stehen.

Im Vordergrund von "Stockings" auf A1 steht beispielsweise ein stimulierendes Funk-Riff, das unterlegt ist mit einem konzentrierten House-Groove, bei dem sich deutliche Disco-Anleihen wiederfinden lassen. Dezent arbeitet er mit Brass- und Vocal-Elementen, bleibt sparsam in den Effekten - heavy hitter! "Anita Niesz" - möglicherweise der Schweizer Photographin gewidmet - entstand in Kooperation mit dem französischen DJ und Produzenten Jacques Bon. Dieser Track tritt aus der kontemplativen Dimension heraus. Das Workout an den Drum Machines gleicht ekstatischen Impulsketten. Sie bewirken eine energetische Aufladung der Körper- beziehungsweise Muskelzellen wohingegen "Hollywood Flu" mit seiner - ins Transzendente - entrückten Saxophonmelodie und den entrückt stolpernden Drums die Nachtverzückung der frühen Morgenstunden beschwört. Fein. Sehr fein!


English (short) version: The second EP on Tristens own label Aim is delivered by no one else but Christopher Rau who already enriched this autumns electronic music scene with a long player full of introvert meditative house. A true journey inward. His three tracks, one in co-operation with Jacques Bon, are meant to remind us his subtle ability to keep both satisfied, those who want to dance and cool-not-cool rest that only wants to talk about it.


Mehr im Web:

Christopher Rau @ MySpace
Christopher Rau @ Soundcloud
Aim
Aim @ Facebook

The low level mix by christopher rau

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Lost Tracks (3)

http://fuckyeahvinylrecord.tumblr.com/post/1270331518
1. Prince Of Denmark - Soulfood - Giegling.

Giegling und den Ableger Giegling Staub sollte meiner Meinung nach tunlichst jeder auf dem Radarschirm haben. Mit Acts wie Kettenkarussell, Matthias Reiling oder Die Wiese Im Garten a.k.a. Dwig steht es für einen farbenfrohen, nuancenreichen und vielschichtigen Sound, der in diesem Jahr eine Erweiterung auch in Richtung Jazz-beeinflusster (elektronischer) (Club-)Musik durch das WHITE-Mitglied Edward ("A Piece Of Us") erfahren hat.

Mit der Reihe Staub rückt das Label hingegen das Düstere in den Mittelpunkt. Christopher Raus 12" "The Blessing" leistete einen wesentlichen Beitrag dazu genauso wie ein Prinz aus Dänemark mit seiner EP. Diese hatte ich erst sehr spät entdeckt, mich jedoch sogleich unsterblich in ihre Tracks verliebt. Mittels metallischer Klänge, dem Einsatz von Hall, Echo und Rauschen und behutsam eingestreuten schrägen Sounds, beschwört der Produzent eine nordisch anmutende Dunkelheit. Nordisch, da die Sehnsucht nach dem Licht zwar von Takt zu Takt grösser wird, man dennoch im Wolkenhimmel des Sounds sich verlieren und eins mit ihrer anmutigen, dunklen Schönheit werden möchte. Tipp!




2. Mark Du Mosch - Bareknuckle - SD Records.

Mark Du Mosch, der niederländische, in Rotterdam beheimatete Produzent, will ebenfalls Entdeckt werden. Er zählt mit Tom Trago, San Proper, und vielen anderen mehr zu der soundsovielten, sich parallel entwickelnden Produzentengeneration des Oranje-Staats. In seinen Releases auf Moustache, Lunar Disko und Syncom Data Records treffen Einflüsse aus Acid (House / Techno), Disco und Elektro aufeinander; sie vermitteln ein schön ausgearbeitetes, aber dennoch rauhes, analoges Flair. Akustischer Orgasmus.




3. Midnight Hours - Midnight Hours 002.

Ein Geheimrezept, das schon sehr lange nicht mehr geheim ist: man packe zwei, drei Tracks auf eine 12"-Vinyl; man verknappe das Angebot auf 200, höchstens 250 Pressungen (um anschliessend mehrmals davon ein Repress anzutäuschen); man halte sich als Produzent anonym im Hintergrund und, wichtig: man vergesse den Stempel nicht. Diese Rahmenvoraussetzungen lassen sich auch bei Midnight Hours wiederfinden - aber dem Vernehmen nach stammt der Urheber dieser Tracks wirklich aus Übersee, irgendwo zwischen Windy und Motor, und darf dementsprechend auch so verfahren. Egal. Die Tracks auf dieser EP sind teils sonnendurchflutet, hell und warm, teils verhelfen sie zu einer musiktherapeutischen Tiefenentspannung. Gross!




4. Sepalcure - Love Pressure - Hotflush.

Bereits gestern hatte ich kurz zum Ausdruck gebracht, dass mir die Assemblage von House/Techno und Dubstep/(Future)Garage in den verschiedensten Mischungsverhältnissen sehr gut schmeckt. Zwar ist Hotflush Recordings nun wirklich nicht der unbekannteste, namenlose Vertreiber dieser Soundmischungen, aber "Love Pressure" von Travis Stewart und Praveen Sharma alias Sepalcure ist derart samtig, weich, geschmeidig und zugleich kräftig - der Track löst Liebesgluten aus, die nur darauf warten, in lodernde Flammen auszubrechen.




5. Mim Suleiman - Nyuli - Running Back.

Gesang und Instrumentierung treten auf "Nyuli" als gleichberechtigte Dialogpartner auf. Gefühlvoll aber ohne Sentimentalismen. Mim Suleiman auf Running Back - Tanzflächen-Idealismus als Wegbereiter einer wahren Club-Romantik!




English (short) version: the third edition of our Lost Tracks - Series features a wide range of sounds. Starting off dark and dusty with Prince of Denmark on Giegling Staub, with flourishing melodies and lively rhythms that, still, are kickass.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Headhunter - Lost Prophet

Bristol ist eine faszinierende Stadt, deren Musikszene schon seit Jahren ständig vorwärts drängt und die den Vergleich zu anderen Städten ganz bestimmt nicht zu scheuen braucht. Sound of Bristol und so. Vor x Jahren verbrachte ich dort zwei wunderschöne Wochenenden. Tagsüber ging es in den walisischen Hügel- und Berglandschaften zum Wandern, nachts wurde in irgendwelchen Hinterhofkellern zu allen möglichen Sounds zwischen Hip Hop, Drum'n'Bass und Techno getanzt. Das alles noch bevor die basslastige Monsterwelle über uns hereinbrach, die seither viele weitere Freakwaves nach sich zog.

Einen kurzen Überblick über diese Szene zu verschaffen, würde zu viel Platz und noch viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, zumal ich diese Szene und Musik mit einem rein kindlichen Staunen wahrnehme. Besonders angetan haben es mir dabei die Hybriden zwischen Techno/House und Dubstep/UK Garage/UK Funky, deren Wobbelbässe man vielmehr körperlich erfahren denn anhören sollte. Eines dieser unzähligen Label ist Idle Hands, und darauf erschien dieser Tage die EP eines Produzenten namens Headhunter. Sie beinhaltent zwei Tracks. Zum einen ist es "Lost Prophet", ein sehr introvertiertes Stück mit einem unglaublich wuchtigen Bass, dem ich gefässerweiternde Kräfte zuschreibe. Dazu kommen hochfrequente Drums und elegisch-wabernde Synthie-Flächen. Dick! Zum anderen wartet "Chasing Dragons", mit dem der Headhunter aus dem Bass-Ozean herausführt an hoch perkussive Rhythmusgestade. Versetzt mit Orgel-Keys und Vocal-Fragmenten ist "Chasing Dragons" eine exquisite Mischung aus Garage, House/Techno und allerlei Basshaltigem. Nennt man wohl Future Garage, Post Garage oder Space Garage. Anyway. I like!




English (short) version: gorgeous heavy-hitting but still introverted sounds in between house/techno and dubstep/uk garage/uk funky by Bristol based producer Headhunter.


Mehr im Web:

Headhunter @ MySpace
Dubstep Headhunter Blog
Rooted Records
Idle Hands @ MySpace
Idle Hands @ Soundcloud

Idle Hands March mix for MUSICBOX™ by Idle Hands Bristol

Kassem Mosse - 2D

Kassem Mosse - Produzent des Jahres 2010. Wäre dies eine eine unzulässige Alleinstellungsbehauptung? Jedwede Subsumtionsprozesse einmal aussen vor gelassen, denke ich, das diese Betitelung in Ordnung geht. Denn diese Anpreisung, diese Superlativbehauptung greift nicht ins Leere. Der Produzent aus dem Workshop-Umfeld verfügt nämlich unbestritten über Qualitäten, die ihm zu dieser Spitzenstellung in der Produzentenriege der elektronischen (Club-)Musik verhelfen. Das bedeutet jedoch nicht, dass andere, auch und gerade auf diesem Blog erwähnte Produzenten hinter ihm zurückzutreten haben. Ich will damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass Kassem Mosse ein verdammt starkes Jahr 2010 hatte, dabei nicht inflationär mit neuem Material um sich warf und, wie es scheint, dennoch auch ausserhalb kleiner Insiderkreise eine gewisse Aufmerskamkeit erfahren durfte.

Remixe für Lawrence auf Spectral Sound ("Divided"), Braiden auf Doldrums ("The Alps") und Commix auf Metalheadz ("Recall To Mind - Strictly") standen an sowie ein Beitrag für Laid und eine 12" auf Nonplus Records.

Zum Jahresende erscheint nun eine weitere 12" auf dem italienischen Label Kinda Soul Recordings, das Stefano Boati alias KSoul 2008 gegründet hat. Sie beinhaltet zwei Tracks sowie ein Drum Tool. Kassem Mosse erweist sich wieder einmal als meisterhafter Komponist und Arrangeur schroffer, eruptiver Beats, in die er sanfte, fast sphärisch schwingende Klangbilder einbaut. Dunkelromantisch, lyrisch tief geht es auf "Thalassocalyce" zu - ein Track, der mit einem subtil synkopierten Rhythmus einen solchen Raumklang erzeugt, dass sein Bindungsverhältnis an die Zeit sich aufzulösen beginnt. Diese EP ist ein Grenzwandler zwischen ehrfurchtsvollem Erstarren und impulsiv drängendem Leben!




English (short) version: Kassem Mosse on Italy based imprint Kinda Soul Recordings with two lofty, richly coloured, gently twisted tunes that both contain powerful punchlines and the raw uncut textures for which he stands. In a word: Killer!


Mehr im Web:

Kassem Mosse @ Facebook
Kassem Mosse @ MySpace
Kinda Soul Recordings @ MySpace
Kinda Soul @ Facebook

KZA - Le Troublant Acid

Endless Flight, das Tochterlabel des Mule-Imperiums, schickt einen seit geraumer Zeit mit seinen "I'm Starting To Feel Okay"-Compilations auf hypnotische Flüge durch kosmische Diskowelten und Sternenhaufen. Diese setzen sich zusammen aus sich verdichtenden Partikeln aus Kraut- und Prog-Rock, Mutanten-Funk und Synthie-Pop, über denen wie ein Lichtschleier House- und Electronica-Anleihen liegen.

Flug Nr. 4 startete in diesem August zu seiner Reise durch im weitesten Sinne discoide Soundlandschaften von Eddie C oder Runaway. Dabei wurden auch acide Gefilde von KiNK & Neville Watson gestreift sowie den House-Electronica-World Music-Hyaden eines Kuniyuki, Henrik Schwarz oder Culoe De Song ein Besuch abgestattet. Die Anspiel-Destinationen wählte Mule-Gründer Toshiya Kawasaki aus, wohingegen KZA für die technische Umsetzung verantwortlich war. Nur wenig Neues enthielt diese Compilation. Doch unter den wenigen Neuheiten befand sich "Le Troublant Acid", das der bereits erwähnte KZA beigesteuert hatte. Schon zur Zeit der Veröffentlichung der Compilation entfachte dieser Track eine unheimlich energetische Wirkung, die der von Sonnenwinden durchaus gleichkam und die bis heute nicht nachgelassen hat. So war es durchaus absehbar, dass ein Vinyl-Release dieses Tracks nachfolgen musste.

Dieser Tage war es endlich soweit. KZA, der zur Zeit an einem neuen Album für sein Force Of Nature-Projekt arbeitet, schliesst das Veröffentlichungsjahr auf Endless Flight mit der 12" "Le Troublant Acid" ab. Das Ausgangsmaterial für den Titeltrack lieferte dabei der französische Film- und Theaterschauspieler Jean-Pierre Castaldi. Dieser hat sich in den späten Siebziger und Achtziger Jahren sich auch als Musiker / Sänger versucht, allerdings nur für kurze Zeit und ohne allzu grossen Erfolg. Unter dem Pseudonym Paul Martin hat er es zwar zu der einen oder anderen Veröffentlichung geschafft, die über einem Insiderkreis hinaus wohl kaum jemandem bekannt sein dürften. "Le troublant témoignage de Paul Martin" ist einer der Songs, der in dieser Zeit geschrieben wurde (anhören). Und dieser stellt, wie bereits geschrieben, die Grundlage für den Titeltrack.

Hier münden sphärische Streicherklänge in einen herrlichen 303-Lauf ein. Dieser setzt das Thema des Originals in Musik um. Es ist die Erzählung eines einsamen, sehnsuchtsverlorenen Junggesellen, der seine Traumfrau in jeder Nacht zur selben Zeit am selben Ort trifft. Werden in der Erzählung die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verwischt, so lässt auch KZA die durchweg harsche Acid-Synthline mit dem fragilen und hauchenden Gesang verschmelzen, der ein Weinen und zugleich ein Lachen auszulösen im Stande ist. Sahniger, fluffiger Schwebesound. Zum verlieren und sich verlieben. Ein Traum.

"Mechanique" auf der B-Seite beinhaltet im Vergleich zum Titeltrack weitaus weniger melancholische Nachtgedanken. Krautig rockig erscheinen hierauf die Bassläufe, die Kopfnote erinnert an Synthie- und Elektro-Pop in den Achtziger Jahren. Stoisch groovende, harte Rhythmen, im Kontrast dazu weichgezeichnetes, melodisches Material, das die rhythmische Sinneinheit jedoch keineswegs verwässert. Die unwiderstehlich kraftvolle Herznote wird bestimmt durch flotte Uptempo-Beats, die einen sofort in den Track einsteigen lassen. Brillianter Jahresausklang!




English (short) version: KZA with the last release for Mule / Endless Flight in 2010 finishes off a year with an over average yield for the Japanese label imperium. "Le Troublant Acid" is a melodic track based on a French pop song. Ear catcher! On the flip, you'll find a more floor-oriented tune with stoic rhythms that come along with soft spun sound / instrumental textures. Dope!


Mehr im Web:

KZA @ MySpace
Mule Musiq @ MySpace
Mule Musiq
KZA @ Beats In Space Radio Show # 538
KZA @ Beats In Space Radio Show # 477

Montag, 13. Dezember 2010

Mixed up monday (45)

http://thinkwhite.tumblr.com/post/919520140/romantic-dawn
Einen Montagabend wie den heutigen, darf es ruhig öfters geben. Zunächst im Gespräch mit Saddler's Joseph, anschliessend lecker Abendessen, und als Abschluss tageins mit Agent Schwiech. Darüber könnte man beinahe vergessen, dass noch so viel Unerledigtes sich meterhoch stapelt. Wer jedoch als Kind des öfteren Jenga gespielt hat, wer zudem nicht ganz ungeschickt im Übertragen von Fähigkeiten ist, wird das spielerische Türmchenbauen mit Sicherheit auch auf sein Alltagsleben anwenden können. Die grosse Kunst dabei ist, die Arbeitsstapel so geschickt umzustellen und übereinander zu schichten, ohne dass dabei das Gesamtsystem zum Einsturz gebracht wird. So irgendwie.


In diesen im Breisgau durchaus sonnigen Montagabend starte ich gediegen. Und zwar ein Jazz-Tape von Richard Zepezauer, der vor kurzer Zeit mit nsyde music sein eigenes Label an den Start gebracht hat. Darauf gelenkt wurde in der letzten Woche meine Aufmerksamkeit über das Blog Dr*uffalo. Tipp! Richard Zepezauer - Bulldozers From Jupiter.


Derselbe, Richard Zepezauer, hat vor ein paar Tagen auch den Mitschnitt seines Auftritts bei RTS.FM veröffentlicht. House, Techno, nur und ausschliesslich Vinyl. Was will man mehr?!

Zepezauer @ SlicesOfLife Show - RTS.FM Radio 24-11-2010 by richard zepezauer


Sehr sonnenverwöhnte Klänge hält das Drumpoet-Mitglied Tobias Schweizer alias Foster bereit. Zum verlieben!

Greetings from the West Coast by foster


Mehrfach hingewiesen an dieser Stelle wurde in der Vergangenheit auf I Love Okra. Der Betreiber dieses Blogs überrascht und erfreut immer wieder mit Mixtapes bester Art und Güte. Die neueste Zusammenstellung wird von The Mixtape Club gehostet, beinhaltet u.a. Tracks von John Roberts, Juju & Jordash sowie Leron Carson und endet mit einem Stück von John Coltrane. Weltklasse! I Love Okra - Detach - Mix @ The Mixtape Club.


In der letzten Woche für grosse Begeisterung sorgte ein DJ-Mix von Maayan Nidam (Miss Fitz). "Wicked Games" nennt er sich, beinhaltet neben einigen bekannten Tracks auch die eine oder andere Neuentdeckung, beispielsweise "Take Me Back" im Boo Williams Take Me Back Or Else Mix von Glenn Underground (feat. Cei-Bei // CAJ 237). [Danke noch einmal an La Rokoko für die Entschlüsselung].

Maayan Nidam wicked game mix by maayan


Von nun an wird's merklich dunkler, düsterer, technoider. Den Anfang macht dabei ein Mitschnitt eines Sets des Mannes mit der roten Maske, Redshape. Aufgezeichnet wurde es während eines Redshape-Gigs in Bern, im Dachstock der Reitschule. War ich auch schon sehr, sehr lange nicht mehr und verspüre soeben das starke Bedürfnis, dort wieder einmal vorbeizuschauen.

Redshape & Drums Live at Dachstock, Reithalle Bern 2010 by redshape


Vor kurzem hat auch Peter Van Hoesen seine Soundcloud mit einem Mixtape gefüttert, das einiges an Schlagkraft mitbringt. Tracks unter anderem von Morphosis, The Black Dog, Shed, u.s.w. BÄM!

Peter Van Hoesen - DJ Mix December 2010 by petervanhoesen


Der Detroiter Ryan Elliott ist der nächste, der sich in die heutige Umschau einreihen darf. Für das Blog der Londoner Veranstaltungsreihe Make Me London hat er als Vorschau auf seinen Gig einen Promo-Mix aufgenommen, der neben gut bekanntem Material von Black Jazz Consortium, DJ Qu und Skudge auch diese vieldiskutierten, mir bis dahin jedoch gänzlich unbekannten "Altiplano"-Tracks von Nuel beinhalten. Heiss!

Ryan Elliott DJ Mix - All Across The Floor by makemelondon


Dazu passend einer der letzten Podcasts auf bleep43.com, den der Brite Anthony Child alias Surgeon erstellt hat. Er war in diesem Jahr auch auserwählt worden, für die Fabric Compilation-Reihe ein Werk zu erstellen. Beides super, die Fabric-CD und der Mix. Surgeon - Podcast @ Bleep43.Com.


Abschliessend zwei Sets von John Osborn. Einmal sein Mix für das Online-Fanzine Electrocaine: John Osborne @ Electrocaine Podcast. Zweitens ein Mitschnitt seiner Radio Show auf Twen.FM, die obendrein einen Guest Mix von keinem geringeren als Paul Spymania / Autechre enthält:

John Osborn TwenFM 88.4 BERLIN 12.12.2010 by JohnOsborn


Die heutige musikalische Reise beendet der Freiburger Agent Schwiech. Sein Dezember Mix passt treffsicher zu diesem Montagabend, dessen lauteres, klares Licht schon längst einem tagfernen Dunkel gewichen ist. Perfekte Vorbereitung, auf ein tageins, das in weniger als zwei Stunden beginnt. Be there, or...!

Agent schwiech mix december 2010 by schwiech


English (short) version: on our today's summary we feature a couple of eclectic mixes by the mysterious man behind the I Love Okra blog and Berlin based Richard Zepezauer, who compiled and arranged a breathtaking jazz mix. As days are getting shorter and nights are getting longer, you'll find half a dozen of dark, dusty, techy mixes by artists like Surgeon, Redshape or Ryan Elliott. And, to finish off, we highly recommend you to check out the mixtape from Freiburg based DJ Agent Schwiech which is more than a perfect warm-up for his tonite's gig at tageins.

Freitag, 10. Dezember 2010

Frank a.k.a. Cool Frank - Keep It Deep Guest Mix

Vor einiger Zeit hatte ich einen kurzen Eintrag über Cool Frank and Rude Mo, zwei aufstrebende, leidenschaftliche Trackbastler, verfasst. Einer der zwei, Cool Frank, war und ist seit den Anfangstagen des Social Network-Hypes um StudiVZ & Co. ein treuer Lieferant für Podcasts, die er damals noch über "Fraengi Rockt" zur freien Verfügung stellte. Höchste Zeit also, ihm einen Platz in der Guest Mix-Reihe einzuräumen. Gestern feierte er zudem Geburtstag, daher an dieser Stelle meine besten Wünsche für das neue Lebensjahr! Here you go, Frank:


1. Hallo Frank, stell Dich doch bitte einmal selbst vor.

Bin 24, komme aus Altheim (zwischen Darmstadt und Aschaffenburg) und studiere in Darmstadt.


2. Was war Deine musikalische Initialzündung?

Meine Lieblingsmusik allgemein habe ich schon als Kind aus dem Radio auf Kassette aufgenommen. Mit House Musik kam ich erst mit 17 so richtig in Kontakt, als ein guter Freund sehr oft House Club Hottest Compilations u.ä. hörte.


3. Welches bzw. wer sind Deine grössten musikalischen Einflüsse?

Grundsätzlich ist das alles was mir gefällt. Helden sind beispielsweise Maurice Fulton, Thomas Hammann oder Dam Funk. Aktuelle und alte Musik, besonders aus den 80ern.


4. Wie würdest Du Deinen eigenen Stil beschreiben?

Fällt mir immer wieder was anderes ein. Aber diese Wörter finden sich immer wieder gemischt mit anderen schönen Adjektiven: Disco und House.


5. Als "Cool Frank & Rude Mo" arbeitest Du seit einiger Zeit gemeinsam mit "Rude Mo" an eigenem Material. Wie kam es dazu, eigene Tracks zu produzieren?

Nachdem wir uns über die Community deephouseaddicts(.de) kennenlernten, haben wir mal unsere eigenen Tracks ausgetauscht und uns dann einfach mal zusammen hingesetzt und es hat wunderbar geklappt, oder? Sowohl in Darmstadt, als auch in Berlin (wo Mor... äh "Rude Mo" seit einem Jahr studiert).


6. Mentoren / Vorbilder hierfür?

Nicht direkt, alles was gefällt. Teilweise haben Elemente unserer Tracks konkrete Vorbilder, allerdings landet man dann am Ende doch oft wo anders.


7. Was macht für Dich ein perfekter Track aus (...den Du selbst veröffentlichen würdest...)?

Kann ich nicht wirklich pauschalisieren. Schön melodischer, rhythmischer Bass und schöne weite Flächen sind aber tolle Elemente. Wahrscheinlich auch der Mensch, der dahinter steckt.


8. Pläne für Deine musikalische Zukunft?

Das Label "Yo!" und ich meine nicht das Sublabel von Yoshitoshi. :)


Der Mix:

Frank Willmann - Keep It Deep Guest Mix by keep-it-deep



English (short) version: it was in the beginning of all the social network platforms when i virtually met Frank as a purveyor of true quality mixes between (deep) house and disco. A couple of months ago, he started to produce own tracks together with a friend, spreading their heartbeat and vision of house music under the "Cool Frank and Rude Mo" moniker. Feel free to check 'em out at their soundcloud and enjoy the mix!



Mehr im Web:

Collected Mixes By Frank Blog
Cool Frank and Rude Mo @ Soundcloud

Various Artists - Pack Mentality EP

Und noch einmal eine Various Artists - 12". Mit KRL und Ooft, das sind Ali Herron und The Revenge, begegnen wir drei alten Bekannten, die uns in den letzten Jahren mit zuverlässiger Regelmässigkeit Disco in Form von stark nachgefragten Edits sowie auf Schrittgeschwindigkeit gedrosselten House serviert haben.

Die Zeiten langsamer Taktfrequenzen sind keineswegs vorbei, wie man unschwer auf Brother's Rice "Make Love" feststellen kann, dessen warmen Streicherklänge und der charmant rumpelnde Boogie-Rhythmus von Anfang an verzaubern. Der Australier Fantastic Man begeistert mit synkopisch leicht zerschlagenen Beats, verwurstelt obendrein ein Sprachsample von Erykah Badu, und lässt - im direkten Vergleich - die bisherigen Star-Editierer Ali Herron und Graeme Clark in ihrem Ooft-Gewand ganz schön blass dastehen. Stark!




English (short) version: Wolf Music is a still-to-discover label that contains powerful re-edited disco tunes and completely whirled around samples underlayed with slow steppin house beats and infectious killer basslines. Heavy stuff from up and coming Fantastic Man and Brother's Rice, day work by Ooft and KRL.


Mehr im Web:


Fantastic Man @ Soundcloud
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Ooft @ Soundcloud
The Revenge @ Facebook
The Revenge @ MySpace
KRL @ MySpace
Wolf Music @ Facebook
Wolf Music @ MySpace
Wolf Music @ Soundcloud

Various Artists - Mini Sampler EP Two Part 1

Ein Mini Sampler mit grossen Tracks, wie ich finde. Auf dieser 12" vereint das Züricher Label Enterbt Records neben Lexx und Wavetest auch eine Reiher unbekannter oder bisher nur selten in Erscheinung getretener Produzenten. Das ist vielleicht nur bedingt richtig, denn hinter "Adventures In Barcelona" verbergen sich der Labelbetreiber Demetrio Giannice persönlich so wie Chez Damier. Dieser Projektname rührt - so vermute ich einmal - daher, dass vor einigen Jahren das Label Enterbt Records eine Clubnacht mit dem legendären DJ und Produzenten Chez Damier auf dem Sonar Festival ausgerichtet hat. Wie auch immer. Bleibt also nur noch Big Mojo, der auf den Namen Cesare Ferioli hört, aus der italienischen Stadt Bologna stammt und dort ein langgedienter DJ ist.

Er, Big Mojo, eröffnet den Mini Sampler mit einem Vocal-Track, "Don't Cry For Me". Eine Standard-Kickdrum schlägt treibend, das catchy Gitarrenlick setzt Akzente, die warmen, nach Rhodes Piano klingenden Pads, federn ab. Die Schweizer Formation Wavetest geht in ihrem Track "Like Yourself" die Tempovorlage mit. Die rollende Klavier-Melodieläufe erfassen einen wie ein orkanartiger Sturm, die kraftvoll kickenden Beats reissen einen mit und locken jeden noch so müden Knochen auf die Tanzfläche. Lexx hingegen überzeugt auf "Soothe Your Soul" mit einem wochenendlich entspannten Groove. Noch vor zwei, drei Jahren hätte ich dazu "Sound Of Zurich" gesagt - leichtherzig und unbekümmert sowie kraftvoll und energiegeladen zugleich. Demetrio Giannice und Chez Damier hingegen bauen ihren Track um eine ruhig fliessende, dynamisch sich steigernde Saxophonmelodie auf - wunderschön!


English (short) version: a small compilation with - imho - great tracks. Swiss handmade house with support from Italy and legendary Chez Damier who appears together with Enterbt Records founder Demetrio Giannice under their "Adventures In Barcelona" moniker. Deep, chunky and funked up house with succulent instrumentals, be it a heavy guitar lick, piano or saxophone. Beautiful!


Cesare Ferioli / Big Mojo @ MySpace
Demetrio Giannice @ MySpace
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Kejeblos (Wavetest) - Ovi Mix by WAVETEST