Keine fünf Stunden, und das Jahr 2011 ist Geschichte. Die regionale Musikszene betreffend, habe ich kaum ein stärkeres Jahr erlebt. Einen wesentlichen Anteil daran hatte auch der Freiburger DJ Simonis. Seine Sets, ob bei tageins oder im Rahmen der Veranstaltung "Strange Life Club", haben bei mir regelmässig ein aufrichtiges Staunen ausgelöst. Dies lag zum einen auf Grund seiner unbestechlichen Auswahl an Klassikern und verborgenen Fundstücken, zum anderen waren es Stücke aus seiner eigenen Produktion, die mich schwer beeindruckt und sprachlos zurückgelassen haben: klassisch schnörkelloser House mit einem grossen Augenmerk auf grollende Bässe und schroffe, teilweise auch verschleppte Beats. So darf das Jahr 2011 enden, und 2012 beginnen.
Simonis - until the end by Simonis
Jahresendlieblinge, carefully presented by Simonis
1. Nick Holder - What I Feel
2. Harmonious Thumb - The Supreme Law (After Hours dub)
3. The Deep - Burundi Twilight
4. Sensory Elements - Something For U
5. Brian Harden - The Horn
6. Orchestra 7 - Love Is The Message ( Amor is the Message)
7. Alkemy - To The End
8. Abacus - Phases
9. The Persuader - Morgon Dagg
10. 16b - Secrets
English (short) version: Simonis is the one to keep in mind when speaking of newcoming DJs hailing from my hometown Freiburg. His sets consist of a brilliant blend of old classic house, rare finds and, to make it special, of his own productions. His own interpretation of today's house music is raw to the core and sensitive as a feather at the same time. Hope that they will make their way from the underground to an imprint of our confidence and approval.
Mehr im Web:
Simonis @ Soundcloud (Mixtapes)
Simonis @ Soundcloud (Traxx)
Samstag, 31. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (20): Simonis
Labels:
balearic,
cosmic,
deep,
Detroit Techno,
disco,
Freiburg,
garage,
house,
Jahresendlieblinge,
Simonis,
soulful,
Techno,
White Rabbit
Jahresendlieblinge (19): Boke
Letzte Jahresendlieblinge, denn 2012 steht nun unmittelbar bevor. Der Vorletzte in der Reihe: Boke. Aus dem Schwabenländle wieder zurück im Breisgau, geht er seiner Passion, dem Sammeln von Vinyl, in vollen Zügen nach. Dass 2011 ein starkes Jahr für tiefgründigen House voller Spiritualität und Energie war, zeigt auch seine Auswahl liebster EPs und Longplayer, allesamt Kleinode. Enjoy!
Boke - June 2011 part1 by Dj Boke
Jahresendlieblinge, carefully selected by Boke
Iron Curtis - That Day
Lexx - Soothe your Soul
Redshape - Red Pack EP
Fudge Fingas - Now about Now LP
Quarion - Moons around Jupiter
Ibex - Meltdown EP
Marcello Napoletano - This Movement must be the Moment EP
Massimiliano Pagliara - Focus for Infinity LP
Tom Trago - Iris LP
Firecracker Rec. 007
Nicholas - nearly all Tracks!
Deymare - Talking about your Love
Todd Terje - Ragysh
Storm Queen - Look right through
Motorcity Drum Ensemble - Monorail (John Roberts Mix)
Steffi - Yours & Mine LP
Jacob Korn - She
BOE X Sampler
Osunlade - Pyrography LP
John Heckle - The 4th Dimension EP
Ben Westbeech - Justice
English (short) version: last round for the year's end-series. This time, it is up to Boke, presenting his 2011 favourite EPs and LPs.
Boke - June 2011 part1 by Dj Boke
Jahresendlieblinge, carefully selected by Boke
Iron Curtis - That Day
Lexx - Soothe your Soul
Redshape - Red Pack EP
Fudge Fingas - Now about Now LP
Quarion - Moons around Jupiter
Ibex - Meltdown EP
Marcello Napoletano - This Movement must be the Moment EP
Massimiliano Pagliara - Focus for Infinity LP
Tom Trago - Iris LP
Firecracker Rec. 007
Nicholas - nearly all Tracks!
Deymare - Talking about your Love
Todd Terje - Ragysh
Storm Queen - Look right through
Motorcity Drum Ensemble - Monorail (John Roberts Mix)
Steffi - Yours & Mine LP
Jacob Korn - She
BOE X Sampler
Osunlade - Pyrography LP
John Heckle - The 4th Dimension EP
Ben Westbeech - Justice
English (short) version: last round for the year's end-series. This time, it is up to Boke, presenting his 2011 favourite EPs and LPs.
Labels:
Boke,
deep,
Detroit Techno,
dub techno,
electronica,
Freiburg,
garage,
house,
Jahresendlieblinge,
soulful,
Techno
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (18): JohnASS
![]() |
| http://www.flickr.com/photos/jasselection/6234614847 |
JohnASS @ Schacht Clubnight Octk11 by JohnASS / JASSelection
Jahresendlieblinge, carefully selected by JohnASS
1. Max Cooper – Echoes Reality
Hier könnte jetzt auch Gabriel Ananda mit Smash stehen. Aber Echoes Reality hat sich dadurch ins Gedächtnis gebrannt, weil jedesmal, wenn der Track reingemixt wurde irgendjemand unabsichtlich den Mix kaputtgemacht hat. Steht hier auch stellvertretend für all die schönen Tracks dieser Richtung, welche immer wieder meine Sets auflockern bzw. in gewissen Momenten dazu beitragen auch unelektronische Leute zu fangen...
Max Cooper – Echoes Reality
2. Ryan Elliott – Abatis
Die 5er in aller Munde und die dicksten Dinger gleich am 01.01.11 spätmorgens auf die Mütze. Großartiger Einstieg in das folgende Jahr, auch wenn wohl immer noch keine PA in Freiburger Clubs steht, welche diesen Track würdig wiedergeben kann. In „meinem“ auch nicht, aber durch diverse PA-Modifikationen im Laufe des Jahres gibt’s diesen Track am 01.01.12 wohl nochmal, freu mich schon.
3. Chris Page – Busker (Original)
Schöner Anheizer, welcome back 909Ride.
Chris Page – Busker (Original)
4. Mike Parker – FWD (Donato Dozzy Remix) Flexibel einsetzbarer Hirnficker, hat in verschiedensten Situationen interessante Reaktionen vervorgerufen.
Mike Parker – FWD (Donato Dozzy Remix)
5. Sandwell District - Feed Forward Test Session (Recorded Live in Berlin)
Da geht die Sonne auf. Besser kann mein persönliches Jahr 2011 nicht klingen. Ein Killerrelease und in verschiedensten Situationen ein (Lebens)Retter. Klingt emotional, aber genau deswegen mag Ich die Vös aus der Ecke sehr sehr gerne. Maschinenmusik, die emotional trifft und trotzdem keine andere Wahl als Tanzen lässt. Hatte das Vergnügen, für Silent Servant das WarmUp zu spielen und die Energie seines Sets war unglaublich. Hart, aber herzlich. Es darf wieder (roher) Techno gespielt werden. Mag sein, das der Heisser Scheiss-Tip schon Jahre alt ist (Berliner Zeitrechnung), in Freiburg brauchen wir halt immer ein paar Jahre länger. Das dicke B will (und kann) auch keiner kopieren, aber man kann Danke sagen, dass Energie wieder den Weg in die Clubs gefunden hat und im Dunstkreis verdammt gutes Material veröffentlicht wird.
Sandwell District - Feed Forward Test Session (Recorded Live in Berlin)
6. [a]pendics.shuffle – String Doll
Einer der Tracks für die etwas techousigeren Abende.
7. Max M - The Kidnapper Bell (Ascion Remix)
Jo, dann machen wa ma Druck. Durch meinen Wechsel von Timecode- zu einer Controllerlösung hab ich das Arbeiten mit Loops sehr lieb gewonnen und in Kombination mit einem A&H-Filter öffnet sich gleich noch eine Tür...
Max M - The Kidnapper Bell (Ascion Remix)
8. O/V/R – Post Traumatic Son (Ben Klock Vibe Mix)
Super schön. Trotzdem sind die Leute Punkt Fläche von der Tanzfläche abgehauen, als ich ihn das erste mal in einem kleinen Freiburger Kellerclub gespielt habe. Sehr strange.
Max M - The Kidnapper Bell (Ascion Remix)
9. Brandt Brauer Frick Ensemble – Mi Corazon
Yeah, geil, endlich was, zu dem auch mein Vater Bezug zu finden würde. BBFs Bop inklusive Video waren ja schon ziemlich fresh, aber die konsequente Fortführung einer Linie hat hier ein ziemlich interessantes Experiment (mmn.) zur Folge, deren Klangästethik für Verwirrung sorgen dürfte, im Clubeinsatz hat sich dieser Track auf jeden Fall bestens geschlagen. Mehr davon!
Brandt Brauer Frick Ensemble – Mi Corazon
10. Kadebostan-Mon Petit Soleil d'Algérie Irgendwie findet der Jung immer meinen Ton. Nach seinen gigantischen O Fantasma-Remixen im letzten Jahr nun mal offensichtlicher Raven. Damit crasht man jeden hopphopphopphopphappyswing-Floor. Ups, das wollt ich nicht. Wirklich. Kadebostan-Mon Petit Soleil d'Algérie
Jahresendlieblinge, carefully selected by JASSelection
1. Katalyst – Day into Night (Instrumental)
Erstmal einen rauchen.
2. Shackleton – Deadman (The Bug Crackle Remix)
Yeah, gimme sub.
Shackleton - Deadman (The Bug Crackle Remix
3. Objekt - Tinderbox
Eine dicke Produktion, welches so manches WarmUp bereichert hat.
Objekt - Tinderbox
4. Robot Koch – Nitesky feat. John LaMonica
Jetzt nicht die Floorbombe aber mein persönlicher Lieblingstrack von Ihm 2011. Waren seine Beats früher oft zu sperrig, hat der fleissige Junge konsequent an seiner Handschrift gearbeitet und einige tolle Tracks veröffentlicht.
Robot Koch - Nitesky feat. John LaMonica
5. The Police – Walking on the Moon
Das muss ich jetzt wohl erklären, grins. JASSelection ist das Sammelbecken für alle Tracks, die nicht in den JohnASS-Kosmos passen, also hat sich über die Jahre eine sehr bunte und flexible Mischung ergeben. Dazu gehört natürlich auch die Abteilung Pop, habe diesen Klassiker gerne gespielt und die lächelnden Gesichter kamen automatisch.
The Police - Walking On The Moon
6. Ghostpoet – One Twos / Run Run Run
Klasse Beat, schöner Style.
Ghostpoet - One Twos / Run Run Run
7. Pugs Atomz - Griffen Schöner Beat, geiler Refrain. Den HipHopHead nimmt man mir zwar nicht ab, aber gute Musik ist gute Musik.
8. Space Invadas – Imaginist
Es darf beim Tanzen gekuschelt werden.
Space Invadas - Imaginist
9. Kollektiv Turmstrasse – Kontakt
Jetzt nicht wirklich was für die Primetime, aber der Track hat mir in ner schwierigen Zeit ziemlich geholfen, grad weil er so überraschend kam. Hab das Album zwar nicht verstanden, aber klasse Produktionen und Grenzen niedergerissen. Super und klasse Video.
Kollektiv Turmstrasse - Kontakt
10. Dub FX – Love Someone (Live)
Klasse Selbstvermarktung und ein unkomplizierter Onlinekauf auf seiner Page, schöner Track, gerne wieder.
Dub FX - Love Someone (Live)
English (short) version: speaking of techno in Freiburg, JohnASS is a vigorous, idealistic enthusiast, sometimes utopist, always searching for an emotionally driven, honest and raw music. But you better not pigeonhole him into a specific sound as he detests genre-blinders, incorporating deeper but edgy house or dubstep in his sets. And, in addition to open horizons, JASSelection is his moniker for a more manifold, multicoloured and dazzling club-not-club music.
Jahresendlieblinge (17): Oskarson
Tief hinab in den Freiburger Untergrund der Clubkultur muss man sich begeben, um eines der seltenen DJ-Sets von Oskarson erleben zu können. Denn so musikalisch vielseitig und ausgewählt die Zusammenstellung seiner Jahresendlieblinge, so ausgewählt sind auch die Termine, an denen er selbst an den Reglern steht. Freiburger Clubgänger haben dazu heute Abend im White Rabbit die Gelegenheit, wenn er an der Seite seines DJ-Partners Stirnband als com.ma im White Rabbit zur Veranstaltung "Die Nachtklingel aufspielt. Meist beginnen sie mit psychedelisch-poppigen Songs und kosmischen Disco-Balladen, um sich von dort aufzumachen in das schwerelose Universum hypnotischer House- und Techno-Sounds.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Oskarson
1. Martyn - Popgun (Brainfeeder)
2. Third Side meets ND Baumecker - Retro Vogue (Restoration)
3. Four Tet - Pyramid (Text)
4. Cosmin TRG - Izolat (Fifty Weapons)
5. Jack Dixon - Somebody Said (Formant)
6. Phon.o- Slavemode (Fifty Weapons)
7. GummiHz - Head Rush (Claap)
8. Phidias - Cygnus Astratus (Freund der Familie)
9. Kollektiv Turmstrasse - Was Bleibt (Jimpster Vocal Mix) ( Connaisseur)
10. Tolga Fidan - Berg ( New Kanada)
English (short) version: Oskarson is a versatile music lover and enthusiast spinning records only on rare selected occasions, mostly alongside his DJ-Partner Stirnband, starting off with emotive pop masterpieces and cosmic disco ballads, constantly moving forward to the deeper side of house, techno and beyond.
Mehr im Web:
Oskarson @ Facebook
Jahresendlieblinge, carefully selected by Oskarson
1. Martyn - Popgun (Brainfeeder)
2. Third Side meets ND Baumecker - Retro Vogue (Restoration)
3. Four Tet - Pyramid (Text)
4. Cosmin TRG - Izolat (Fifty Weapons)
5. Jack Dixon - Somebody Said (Formant)
6. Phon.o- Slavemode (Fifty Weapons)
7. GummiHz - Head Rush (Claap)
8. Phidias - Cygnus Astratus (Freund der Familie)
9. Kollektiv Turmstrasse - Was Bleibt (Jimpster Vocal Mix) ( Connaisseur)
10. Tolga Fidan - Berg ( New Kanada)
English (short) version: Oskarson is a versatile music lover and enthusiast spinning records only on rare selected occasions, mostly alongside his DJ-Partner Stirnband, starting off with emotive pop masterpieces and cosmic disco ballads, constantly moving forward to the deeper side of house, techno and beyond.
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Techno
Dienstag, 27. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (16): Martin van Morgen
2011 war ein Jahr, das in Freiburg einige neue Künstler an die Plattenteller der Clubs gebracht hat. Einer von ihnen: Martin van Morgen. Wer seinen Künstlernamen das erste Mal hört, kann sich vorschnell verleiten lassen, an einen niederländischen Trance-Geschichtenerzähler zu denken, der einen mit grossen, pathetischen Melodiebögen und harten Staccato-Rhythmen durch ein Wechselbad der Gefühle jagt.
In seinen DJ-Sets lässt Martin van Morgen zwar ebenfalls die unterschiedlichsten Gefühlswelten entstehen, doch bettet er diese in ein solides Bassfundament ein, hüllt sie in schaumzarte Dubwolken und erdet sie in einem schnörkellosen, trockenen Groove. Techno, Elektro, House - Die Genregrenzen lösen sich auf und verlieren sich im Rave. Zu hören ist er regelmässig auf Veranstaltungen wie der Bassblütentherapie, auf der er gerne auch das eine oder andere Ravebrett mit routinierter Hand auspackt, um einem das Schwitzen so richtig zu erleichtern.
The big stomping something by martinvanmorgen
Jahresendlieblinge, carefully selected by Martin van Morgen
01 Mowgli - Lokomotiva (&me remix)
02 Gluck - Pocketsience
03 Jon Seber - Juggernaut
04 Highgrade Disharmonic Orchestra - Quintuple Vibes
05 Elon - Juan
06 Ray Kajioka - Spark
07 Ripperton - Tainted Words (Chardronnet remix)
08 Daze Maxim - Raw Bush
09 Mike Dehnert - Montage
10 Pole - Aue
English (short) version: be it old school techno or pure electro, be it dark-ravey or dreamlike-dubby sounds, Freiburg based DJ Martin van Morgen knows how to beat up a dancefloor and make the bodies sweating to the music.
In seinen DJ-Sets lässt Martin van Morgen zwar ebenfalls die unterschiedlichsten Gefühlswelten entstehen, doch bettet er diese in ein solides Bassfundament ein, hüllt sie in schaumzarte Dubwolken und erdet sie in einem schnörkellosen, trockenen Groove. Techno, Elektro, House - Die Genregrenzen lösen sich auf und verlieren sich im Rave. Zu hören ist er regelmässig auf Veranstaltungen wie der Bassblütentherapie, auf der er gerne auch das eine oder andere Ravebrett mit routinierter Hand auspackt, um einem das Schwitzen so richtig zu erleichtern.
The big stomping something by martinvanmorgen
Jahresendlieblinge, carefully selected by Martin van Morgen
01 Mowgli - Lokomotiva (&me remix)
02 Gluck - Pocketsience
03 Jon Seber - Juggernaut
04 Highgrade Disharmonic Orchestra - Quintuple Vibes
05 Elon - Juan
06 Ray Kajioka - Spark
07 Ripperton - Tainted Words (Chardronnet remix)
08 Daze Maxim - Raw Bush
09 Mike Dehnert - Montage
10 Pole - Aue
English (short) version: be it old school techno or pure electro, be it dark-ravey or dreamlike-dubby sounds, Freiburg based DJ Martin van Morgen knows how to beat up a dancefloor and make the bodies sweating to the music.
Montag, 26. Dezember 2011
Mixed up monday (89)
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| tumblr_lor59iIjyL1qjofuoo1_250.jpg |
Gianni Siravo, Teil der Formation Azuni. Washerman DJ Mix 90ies House by Washerman
Weiter geht es mit einem Mix von Mr. Lucas Rawculture. Er betreibt das Blog Keep It Raw mit der Podcast-Reihe "H Inspirations". Über die Jahre hat nahezu 100 Ausgaben veröffentlicht, die ganz der alten Schule der House Musik verpflichtet sind. Das verdient Anerkennung und Respekt. Unbedingt empfehlenswert!
H Inspirations Vol. 78 - Mixed by Raw Culture by rawculture
Weiter geht's mit Steve Reed, der als Blackwax via Facebook und Soundcloud auf seine musikalischen Arbeiten, eigene Tracks, Edits sowie Mixtapes, hinweist. Sein Dezember-Mix ist mit Stücken von André Lodemann, Duce Martinez und Atjazz ganz dem sonnenwarmen House verschrieben:
Blackwax - December 2011 by Blackwax
In dieselbe Kerbe schlägt der französische DJ und Produzent Henri Fontaine a.k.a. Inner Sense. Einer grösseren Öffentlichkeit wurde er in diesem Jahr vor allem durch die "The Second Vibe EP bekannt, die auf dem Gralshüterlabel My Love Is Underground erschien. Check him out:
One Oh 4 Leo's Mix by Inner Sense
Keiner Einführung mehr bedarf Quarion. Mitgründer von Retreat, mit der 12" "Karasu" zählt er zu den Drumpoeten der ersten Stunde, und als DJ bewegt er sich sowohl im House- oder Dubstep-Basement als auch auf dem Discoparkett aussergewöhnlich elegant und stilsicher. Zu Beginn der abgelaufenen Woche veröffentlichte er mit "A Dance With The Clouds" ein Mixtape, das er für die britische LUV*JAM-Crew aufgenommen hat. Es enthält jede Menge Boogie-Perlen darin. Don't miss!
A Dance With The Clouds by Quarion
Mit Künstlern wie The Revenge, SE62, Eddie C, Red Rack'em oder Deep Space Orchestra, hat sich das Label Home Taping Is Killing Music als verlässliche Anlaufstelle für Slow-Motion-House entwickelt, dessen Anker tief und zuverlässig fest im Disco-Grund verhakt ist. Erst letztens erschien Katalognummer 11. Produziert hat sie mit Simon Weiss ein neues Talent, der bereits auf der Amsterdam All Stars-Compilation auf Rush Hour vertreten war. Definitiv ein Künstler, den man im Auge behalten sollte. Den HTIKM-Podcast eingespielt hat jedoch der Urheber der zehnten Katalognummer, der mysteriöse Klic.
Klic Hometaping Vinyl Mix by Home Taping
Ebenfalls nicht ausser Acht lassen sollte man 2012 die Bicep-Boys. Ihr Blog Feel My Bicep gehört ja für den House-/Disco-/Whatever-Liebhaber zur Pflichtlektüre wie das Handelsblatt oder die Börsenzeitung für den Anlageberater. Vorige Woche haben sie für die Radio Show Rhythm Connection ein paar Tracks aus ihren Plattenkisten hervorgekramt und zu einem Mix verarbeitet, der sich - wie ihr Blog - stilistisch nicht festlegen lässt. Check:
Bicep - Mix @ Rhythm Connection Radio Show (via Mixcloud)
Wir bleiben auf der britischen Insel. Will Bankhead hat sich mit seinen Cover-Entwürfen und -Arbeiten für das Label Honest Jon's schon lange unsterblich gemacht. Was vielleicht noch nicht so bekannt ist: er ist auch Mastermind des Blogs The Trilogy Tapes und wird vom kommenden Jahr an zusammen mit des Dubstep-/Future Garage-Grossfürsten Joy Orbison ein Label namens Hinge Finger an den Start bringen. Als Einstimmung und Verkürzung der Wartezeit sein neuester Mix:
JOY ORBISON X TTT X HINGE FINGER by The Trilogy Tapes
Acid House war 2011 allgegenwärtig. Eine musikalische Reise vom Wurzelwerk dieses Genres bis in dessen fein verzwirbelten Äste bietet Sascha Kösch alias bleed, de:bug's very own, auf seiner Soundcloud an. Aufrufen, den Play-button drücken, und die Frequenzen der 303 auf sich wirken lassen. Tipp!
Sids Sins by bleed
Anbei noch ein Hinweis auf eine Podcast-Reihe namens Perpetuum Mobile. Sie deckt ein breites Spektrum an elektronischer Clubmusik ab, gründet jedoch tief im House und Techno. Die neueste Ausgabe stammt von Carsten Kessler alias Flashfonic. Must listen!
Perpetuum Mobile Podcast #18 - Flashfonic by PerpetuumMobilePodcast
Zum Abschluss gibt es noch ein wenig Techno. Zum einen von Samuli Kemppi. Er wird im Januar, genauer am 21. 01. 2012, in Basel im Rahmen einer Wrong Attitude-Party das Schiff mit seinem unverfälschten, hart treibenden Techno-Sound in Schräg- und damit Abfahrtslage bringen. Sein Techno-Mix Nr. 7, der zwar schon ein gutes Jahr auf dem Buckel hat, läuft bei mir immer wieder einmal, die Tracks von 1XA, Donato Dozzy & DJ Eye sowie Jeff Mills sind einfach zu gut!
Samuli Kemppi - Techno mix 7 by Samuli Kemppi
Bleibt noch ein Mix. Aufgenommen hat in Sebastian Kökow, der sich vor allem an der Seite von Kevin Paschold als The29Nov Films einen Namen durch das Unterlegen zahlreicher House- und Techno-Tracks mit Videosequenzen gemacht hat. Genauso intensiv wie die Filmchen geht auch der Mix "Neurasthenia" unter die Haut. Drexciya, Wincent Kunth, aber auch Cuthead oder Omar-S. Pure dopeness!
NEURASTHENIA by Sebastian Kökow
English (short) version: a very quick blog entry to present you a few top notch mixtapes covering disco, (deep) house and techno, compiled and recorded from artists like Quarion, Washerman, Samuli Kemppi, Sebastian Kökow of 29novfilms-fame and many others. Don't miss this edition!
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Zürich
Jahresendlieblinge (15): Kollektiv B
Das musikalische Spektrum von Kollektiv B erfassen zu wollen, bringt einen an seine Grenzen. Denn der Freiburger DJ erweitert seinen Horizont mit jeder einzelnen Clubveranstaltung, die er besucht. Und das sind nicht gerade wenige. Er ist eine ungebrochen konstante Grösse im Freiburger Nachtleben und kennt eine Clubnacht aus beiden Winkeln, als Gast auf der Tanzfläche feiernd sowie als DJ an Plattentellern und Mischpult stehend. Letzteres ergab sich allerdings erst in den vergangenen beiden Jahren. Doch sind nicht ein scheuklappenfreies Interesse an der Musik, Offenheit für Erfahrungen und die Bereitschaft, sich auch auf Neues einzulassen, wesentliche Faktoren, die einen DJ ausmachen (sollten)? An den technischen Feinheiten kann ja schliesslich jeder arbeiten. Die Liste seiner Jahresendlieblinge umfasst daher Musik aus der Abteilung 4/4 sowie genresprengende Delikatessen.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Kollektiv B
2562 - Intermission
Agoria - Grande Torino
Akabu - Another World (Andre Lodemann Mix)
Anthony Collins - Don't Look Down Now (Roman Flügel Remix)
Isolee - Thirteen Times An Hour
Jichael Mackson - Gedoens
Sandwell District - Hunting Lodge
Tom Trago - Once Upon A Time In Amsterdam
Vessel - Patina
Vril - UV
Kollektiv B breaking the genres
Arandel - In D#3 (Sinner Dc Remix)
Candle Nine - Icarus Descending
Claro Intelecto - Peace Of Mind
The Fear Ratio - Morning Blues
Fleck ESC - Bodymelts
Four Tet - Locked
Gliesers - Riverside
Indigo & Synkro - Could This Be
Tom Middleton - Sea Of Glass (Jon Hopkins Remix)
Tropics - Mouves
English (short) version: Freiburg based music enthusiast Kollektiv B is a DJ who is hard to pin down to a specific genre. Kollektiv B himself wants to see what is beyond the horizon. Therefore, he is pushing the limits of what is feasible in a club set by starting down low to create a niche for beatless ambient and melodic sounds and ending up with thick pounding techno.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Kollektiv B
2562 - Intermission
Agoria - Grande Torino
Akabu - Another World (Andre Lodemann Mix)
Anthony Collins - Don't Look Down Now (Roman Flügel Remix)
Isolee - Thirteen Times An Hour
Jichael Mackson - Gedoens
Sandwell District - Hunting Lodge
Tom Trago - Once Upon A Time In Amsterdam
Vessel - Patina
Vril - UV
Kollektiv B breaking the genres
Arandel - In D#3 (Sinner Dc Remix)
Candle Nine - Icarus Descending
Claro Intelecto - Peace Of Mind
The Fear Ratio - Morning Blues
Fleck ESC - Bodymelts
Four Tet - Locked
Gliesers - Riverside
Indigo & Synkro - Could This Be
Tom Middleton - Sea Of Glass (Jon Hopkins Remix)
Tropics - Mouves
English (short) version: Freiburg based music enthusiast Kollektiv B is a DJ who is hard to pin down to a specific genre. Kollektiv B himself wants to see what is beyond the horizon. Therefore, he is pushing the limits of what is feasible in a club set by starting down low to create a niche for beatless ambient and melodic sounds and ending up with thick pounding techno.
Latecomer - Cosmic Cart
Nach einer Veröffentlichung auf Faces Records, der Stride EP von Kez YM, haben wir in diesem Monat noch eine 12", die auf der Faces-Tochter MCDE erscheint. Ihr Titel lautet Cosmic Cart und sie beinhaltet zusätzlich zum Original Track einen Remix von Stuttgarts very own Soulphiction.
Für eine kurze Zeit war ich dem Glauben verfallen, dass Label-Mitinhaber Danilo Plessow alias Motor City Drum Ensemble seine Pseudonymliste mit Latecomer um ein neues Künstleralias erweitert habe. Doch weit gefehlt. Latecomer verbirgt nicht seine Identität, auch nicht die Identität eines anderen Einzelkämpfers. Latecomer sind ein Dreigespann, bestehend aus Eugen Kara, Cristofor Aldea-Teodorovici und Octavian Cotet. Ihre Herkunft und ihre Heimat sind Russland und Moldawien. Gerade letzteres darf man durchaus noch als Exot in Sachen (Deep) House verbuchen - zumindest auf Produzentenebene.
Doch das Schöne an Musik ist: sie wirkt grenzüberschreitend. Sie verbindet Menschen über Landes- und Ideologiegrenzen hinweg und zeigt: trennende Gegensätze bestehen oftmals nur auf dem Papier sowie in den Köpfen der Menschen. 2012 sollte damit endgültig Schluss sein! Denn warum sollte im Jahr 2011, an der Schwelle zu 2012, guter House nur auf zwei, drei ursprüngliche Herkunftsländer, und dort auf lediglich ein paar Städte, beschränkt sein?!
Anyway. Mit "Cosmic Cart" erschaffen Latecomer ein Stück fröhlich verspielter Musik, das die Freiheit des Jazz atmet und dennoch strukturfest im House verankert ist. Als Remixer in Diensten von MCDE Records und Latecomer steht, wie ganz zu Beginn bereits erwähnt, Soulphiction. Er setzt die Unangepasstheit und Jazziness des Originals auf ganz persönliche Weise um - sein Remix atmet und lebt den Acid House, ohne dabei auf vor allem in diesem Jahr vorgespurten Pfaden stehen zu bleiben. Kann mich nicht satt genug hören, am Original wie auch am Soulphiction Remix. Latecomer 'Cosmic Cart' (MCDE 1208) by Faces Records l MCDE
English (short) version: excellent release breathing Jazz and Acid House by Latecomer and Soulphiction on remixing duties.
Mehr im Web:
Faces Records @ Facebook
Faces Records @ Soundcloud
Latecomer @ Soundcloud
Soulphiction @ Facebook
Für eine kurze Zeit war ich dem Glauben verfallen, dass Label-Mitinhaber Danilo Plessow alias Motor City Drum Ensemble seine Pseudonymliste mit Latecomer um ein neues Künstleralias erweitert habe. Doch weit gefehlt. Latecomer verbirgt nicht seine Identität, auch nicht die Identität eines anderen Einzelkämpfers. Latecomer sind ein Dreigespann, bestehend aus Eugen Kara, Cristofor Aldea-Teodorovici und Octavian Cotet. Ihre Herkunft und ihre Heimat sind Russland und Moldawien. Gerade letzteres darf man durchaus noch als Exot in Sachen (Deep) House verbuchen - zumindest auf Produzentenebene.
Doch das Schöne an Musik ist: sie wirkt grenzüberschreitend. Sie verbindet Menschen über Landes- und Ideologiegrenzen hinweg und zeigt: trennende Gegensätze bestehen oftmals nur auf dem Papier sowie in den Köpfen der Menschen. 2012 sollte damit endgültig Schluss sein! Denn warum sollte im Jahr 2011, an der Schwelle zu 2012, guter House nur auf zwei, drei ursprüngliche Herkunftsländer, und dort auf lediglich ein paar Städte, beschränkt sein?!
Anyway. Mit "Cosmic Cart" erschaffen Latecomer ein Stück fröhlich verspielter Musik, das die Freiheit des Jazz atmet und dennoch strukturfest im House verankert ist. Als Remixer in Diensten von MCDE Records und Latecomer steht, wie ganz zu Beginn bereits erwähnt, Soulphiction. Er setzt die Unangepasstheit und Jazziness des Originals auf ganz persönliche Weise um - sein Remix atmet und lebt den Acid House, ohne dabei auf vor allem in diesem Jahr vorgespurten Pfaden stehen zu bleiben. Kann mich nicht satt genug hören, am Original wie auch am Soulphiction Remix. Latecomer 'Cosmic Cart' (MCDE 1208) by Faces Records l MCDE
English (short) version: excellent release breathing Jazz and Acid House by Latecomer and Soulphiction on remixing duties.
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Faces Records @ Soundcloud
Latecomer @ Soundcloud
Soulphiction @ Facebook
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Sonntag, 25. Dezember 2011
h.g. - Midwinter Melancholy (Keep It Deep Guest Mix)
Heiligabend. Weihnachten. Für die einen das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, der Freude und der Hoffnung. Für die anderen das Fest der Konsumgeilheit, des Deko-Kitsches, der Übersättigung und des Familienhorrors. Wieder andere lassen diese Tage gleichgültig. Für mich ist der Zauber dieser sogenannten Heiligen Nacht, der Weihnachtsfeiertage, schon längst abhanden gekommen. Um den letzten Rest - sofern überhaupt vorhanden, muss er astronomisch klein gewesen sein - wurde ich in diesem Jahr von nahezu sämtlichen Einzelhändlern, Filialbetreibern und Büros mit Radiobeschallung gebracht. Denn dort wurde ich - unerheblich zu welcher Tages- oder Abendzeit - "Last Christmas", "Feliz Navidad" & Co. ausgesetzt. Ein akustischer Overload, der sich mit dem diesjährig besonders stark vorherrschenden Besinnlichkeitszwang und Geniesserwahn vermischte und eine Neuro-Gefahr der höchsten Stufe darstellte.
Der mystische, verborgene Sinn dieser Zeit, die eigentlich der inneren Einkehr und Ruhe dienen sollte, ist anderenorts zu suchen. Eine erste Hilfestellung dazu bietet der letzte Guest Mix in diesem Jahr, der zum Rückzug der Sinne, zum Loslassen, einlädt. Die Stücke ausgewählt und eingespielt hat der mysteriöse h.g., der von Insidern dem Umfeld der Lost In Atlantis Radio Show zugerechnet wird. Enjoy!
h.g. - Midwinter Melancholy (Keep It Deep Guest Mix) by keep-it-deep
English (short) version: we use this christmas holidays as an occation to calm down and reach out to the true music lovers around with a special edition of our guest mix series. It is a two hour eclectic journey across electronic music and beyond. Redefine deepness!
Der mystische, verborgene Sinn dieser Zeit, die eigentlich der inneren Einkehr und Ruhe dienen sollte, ist anderenorts zu suchen. Eine erste Hilfestellung dazu bietet der letzte Guest Mix in diesem Jahr, der zum Rückzug der Sinne, zum Loslassen, einlädt. Die Stücke ausgewählt und eingespielt hat der mysteriöse h.g., der von Insidern dem Umfeld der Lost In Atlantis Radio Show zugerechnet wird. Enjoy!
h.g. - Midwinter Melancholy (Keep It Deep Guest Mix) by keep-it-deep
English (short) version: we use this christmas holidays as an occation to calm down and reach out to the true music lovers around with a special edition of our guest mix series. It is a two hour eclectic journey across electronic music and beyond. Redefine deepness!
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Jahresendlieblinge (14): Rainer Trüby
Freiburg ohne Rainer Trüby und Root Down im Waldsee? Nicht vorstellbar. Undenkbar. In den Anfangszeiten, damals noch stark der Vision und den Werten des Freistil verpflichtet, führte Rainer Trüby mit Downtempo Electronica, Broken Beats, Nu Jazz, Drum'n'Bass, aber auch mit Disco und House durch die Nacht und lud sich dazu mit Terranova, 4hero, Kyoto Jazz Massive oder Domu die entsprechenden Gastmusiker ein. Kruder & Dorfmeister, Fauna Flash und ein Gilles Peterson durften da auch nicht fehlen, genauso wenig wie Vertreter aus dem Sonar Kollektiv-Umfeld, Alexander Barck und Jürgen von Knoblauch.
Mit der Zeit verlagerte sich der musikalische Schwerpunkt der Veranstaltung mehr und mehr Richtung House, was über die letzten Jahr dazu führte, dass Rainer Trüby Gäste wie Henrik Schwarz, Âme, Marcus Worgull, Solomun, Motorcitysoul sowie zuletzt André Lodemann, Jimpster, Arto Mwambe (live) oder Wagon Cookin'/Bassfort zu seinen Veranstaltungen holte. Und auch Detroit, Nährboden und Heimat der Sehnsüchte aller House- und Techno-Liebhaber, schickte mit Alton Miller und Theo Parrish zwei Vertreter in den Breisgau.
Um das Namedropping zu vervollständigen und aktuell zu halten: Am Samstag, den 28. Januar 2012 heisst es Root Down mit Rainer Trüby und Axel Boman. Ein illustrer Gast für einen wahrhaft denk- und feierwürdigen Anlass, denn an diesem Samstag wird Rainer Trübys Veranstaltungsreihe Root Down stolze sechzehn Jahre alt. Als kleines Amuse-Gueule hat Rainer Trüby dafür seine Jahresendlieblinge 2011 zusammengestellt, und obendrein gibt's noch den kurzen Mitschnitt eines Sets von ihm, das er im November in Paris gespielt hat. Bon Appétit!
RainerTrueby live @ Mona Paris 12.11.2011 by rainertrueby
Jahresendlieblinge, carefully selected by Rainer Trüby
1. Lovebirds feat. Stee Downes: Want You In My Soul (Winding Road)
2. Hollis P. Monroe: I´m Lonely - Nacho Velasco Edit (Test)
3. Andrew Soul: Do That Again - Kris Wadsworth´s Which Position Mix (Stranjj)
4. Prommer & Barck: Journey - Kink Rmx. (Derwin)
5. Ben Westbeech: Justice (Strictly Rhythm)
6. Andreas Saag: Leslie´s Vision (Room With A View)
7. Medlar: Terrell (Wolf)
8. Bartellow: The Thrill Is Gone (Estrela)
9. Bassfort: Moon Shadow (Local Talk)
10. Toby Tobias: Tomorrow´s Bringin - Toby Tobias Narrow Road Mix (This Is Music)
English (short) version: do i really have to introduce Rainer Trüby to you? He's been putting his heart and soul into djing for nearly two decades now, calling the legendary label Compost Records his homebase. Glad to have him here on the blog with a list of favourite tunes. Rainer Trüby told me that it could be continued until infinity and beyond. Agree!
Mehr im Web:
Rainer Trüby @ Soundcloud
Rainer Trüby @ Facebook
Rainer Trüby - Jeck / Welcome To Our World (incl. Marcus Worgull Remix) @ Soundcloud
Mit der Zeit verlagerte sich der musikalische Schwerpunkt der Veranstaltung mehr und mehr Richtung House, was über die letzten Jahr dazu führte, dass Rainer Trüby Gäste wie Henrik Schwarz, Âme, Marcus Worgull, Solomun, Motorcitysoul sowie zuletzt André Lodemann, Jimpster, Arto Mwambe (live) oder Wagon Cookin'/Bassfort zu seinen Veranstaltungen holte. Und auch Detroit, Nährboden und Heimat der Sehnsüchte aller House- und Techno-Liebhaber, schickte mit Alton Miller und Theo Parrish zwei Vertreter in den Breisgau.
Um das Namedropping zu vervollständigen und aktuell zu halten: Am Samstag, den 28. Januar 2012 heisst es Root Down mit Rainer Trüby und Axel Boman. Ein illustrer Gast für einen wahrhaft denk- und feierwürdigen Anlass, denn an diesem Samstag wird Rainer Trübys Veranstaltungsreihe Root Down stolze sechzehn Jahre alt. Als kleines Amuse-Gueule hat Rainer Trüby dafür seine Jahresendlieblinge 2011 zusammengestellt, und obendrein gibt's noch den kurzen Mitschnitt eines Sets von ihm, das er im November in Paris gespielt hat. Bon Appétit!
RainerTrueby live @ Mona Paris 12.11.2011 by rainertrueby
Jahresendlieblinge, carefully selected by Rainer Trüby
1. Lovebirds feat. Stee Downes: Want You In My Soul (Winding Road)
2. Hollis P. Monroe: I´m Lonely - Nacho Velasco Edit (Test)
3. Andrew Soul: Do That Again - Kris Wadsworth´s Which Position Mix (Stranjj)
4. Prommer & Barck: Journey - Kink Rmx. (Derwin)
5. Ben Westbeech: Justice (Strictly Rhythm)
6. Andreas Saag: Leslie´s Vision (Room With A View)
7. Medlar: Terrell (Wolf)
8. Bartellow: The Thrill Is Gone (Estrela)
9. Bassfort: Moon Shadow (Local Talk)
10. Toby Tobias: Tomorrow´s Bringin - Toby Tobias Narrow Road Mix (This Is Music)
English (short) version: do i really have to introduce Rainer Trüby to you? He's been putting his heart and soul into djing for nearly two decades now, calling the legendary label Compost Records his homebase. Glad to have him here on the blog with a list of favourite tunes. Rainer Trüby told me that it could be continued until infinity and beyond. Agree!
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Samstag, 24. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (13): Michael Ellis
Nach zahlreichen Routiniers hat mit Michael Ellis ein inzwischen auch nicht mehr ganz so neuer Newcomer aus Freiburg das Wort. Im Sommer diesen Jahres bekam er seine ersten Spielzeiten in Freiburger Clubs, konnte im September ein erstes Booking ausserhalb der Stadtgrenzen verzeichnen, und sein Podcast für die Guest Mix-Reihe erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit. Was wird ihm das Jahr 2012 bringen? Auf jeden Fall eine ganze Menge neuer Platten, Klassiker, skurrile Fundstücke und Neuerscheinungen. Was ihm 2011 an bleibenden musikalischen Eindrücken gebracht hat, erfahrt ihr jetzt. Zudem gibt's an dieser Stelle noch seinen neuesten Mix, der Tracks von STL, Moomin, Metro Area und Dorisburg vereint:
Metro Area by Michael.Ellis
Jahresendlieblinge, carefully selected by Michael Ellis
Crispian St. Peters - I've Cried A Mile
Oriol - Flux
Jimpster - Infinity Dub
Moomin - Valentine
Mass Production - Inner City
Biodub - Reminder
Henry L & Ingo Sänger - Revelation
Windsurf - Cracking The Tube
Dorisburg - Tundra
An-2 - Melting
English (short) version: Michael Ellis is a true youngster dj who started off with spinning other people's turntables. He is a smart and alert music enthusiast who shows much love, passion and care for deep, soulful house music, dub techno, disco and beyond.
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Metro Area by Michael.Ellis
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Crispian St. Peters - I've Cried A Mile
Oriol - Flux
Jimpster - Infinity Dub
Moomin - Valentine
Mass Production - Inner City
Biodub - Reminder
Henry L & Ingo Sänger - Revelation
Windsurf - Cracking The Tube
Dorisburg - Tundra
An-2 - Melting
English (short) version: Michael Ellis is a true youngster dj who started off with spinning other people's turntables. He is a smart and alert music enthusiast who shows much love, passion and care for deep, soulful house music, dub techno, disco and beyond.
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Freitag, 23. Dezember 2011
Marvin Dash - Workshop 14
Workshop Records ist ein Sammlerlabel, da sind wir uns alle einig. Die Veröffentlichungen darauf beeindrucken durchweg mit einer perfekten Kombination aus viel roher Kraft und Eleganz. Der muskulöse Unterbau der Tracks, bestehend aus dichten, teils düsteren, verrauschten, teils discoiden, verfunkten Beatgeflechten, zeugt von Stärke, ohne dabei klobig oder gar plump zu wirken. Sie entfalten im Zusammenspiel mit leichtfüssigen, von Jazz, Soul oder Disco beeinflussten Samples, vertrackten, manchmal mit etwas Acid abgewürzten Synth-Bässen oder filigraner Effektgestaltung, eine überwältigende, beinahe religiöse Tiefe und Innigkeit, die ihresgleichen sucht.
Zum Jahresende, nach Kassem Mosse und Move D, steht nun Marvin Dash als Kompositeur in Diensten von Workshop Records. 2011 ist er bereits auf Tristens Label Aim in Erscheinung getreten, und zwar als Remixer-Editierer von Moomins Track "Watermelon. Seine erste grosse Blütezeit erlebte Marvin Dash jedoch bereits in den späten Neunziger und frühen Nuller Jahren. Damals bewegte er sich vorwiegend auf Label wie Stir15, Force Inc. und United States of Mars, alles Aushängeschilder deutscher House-/Techno-/Electronica-Kultur. Dort veröffentlichte er überaus vielschichtige Tracks, analoge Kleinode.
Mit seiner Platte auf Workshop Records zeigt er sich in den ersten beiden Stücken zunächst von seiner discoid angehauchten Seite. In deren Mittelpunkt stehen funkig kickende Bassdrums und swingende, druckvolle, aber trotzdem kuschelig weich aufgerauhte Basslines, die sich mit dem melodischen Thema sanft vereinen. Auf B2 glänzt er mit knorrigem, vertracktem House mit herrlich torfigem, rauchig-malzigem Aroma und würzigen, aber nicht aufdringlichen Acid-Noten. Einen Track, den man festhalten und langsam geniessen muss wie einen eigenwilligen Single Malt Whiskey.
English (short) version: Marvin Dash opens his first 12" on Workshop Records with disco-flavoured house and gets tracky to the core with a raw analoge machine workout on the flip side. Killer!
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Workshop Records
Workshop Records @ Facebook
Zum Jahresende, nach Kassem Mosse und Move D, steht nun Marvin Dash als Kompositeur in Diensten von Workshop Records. 2011 ist er bereits auf Tristens Label Aim in Erscheinung getreten, und zwar als Remixer-Editierer von Moomins Track "Watermelon. Seine erste grosse Blütezeit erlebte Marvin Dash jedoch bereits in den späten Neunziger und frühen Nuller Jahren. Damals bewegte er sich vorwiegend auf Label wie Stir15, Force Inc. und United States of Mars, alles Aushängeschilder deutscher House-/Techno-/Electronica-Kultur. Dort veröffentlichte er überaus vielschichtige Tracks, analoge Kleinode.
Mit seiner Platte auf Workshop Records zeigt er sich in den ersten beiden Stücken zunächst von seiner discoid angehauchten Seite. In deren Mittelpunkt stehen funkig kickende Bassdrums und swingende, druckvolle, aber trotzdem kuschelig weich aufgerauhte Basslines, die sich mit dem melodischen Thema sanft vereinen. Auf B2 glänzt er mit knorrigem, vertracktem House mit herrlich torfigem, rauchig-malzigem Aroma und würzigen, aber nicht aufdringlichen Acid-Noten. Einen Track, den man festhalten und langsam geniessen muss wie einen eigenwilligen Single Malt Whiskey.
English (short) version: Marvin Dash opens his first 12" on Workshop Records with disco-flavoured house and gets tracky to the core with a raw analoge machine workout on the flip side. Killer!
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Workshop Records
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Donnerstag, 22. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (12): Neevo
Mit der heutigen Ausgabe der Reihe Jahresendlieblinge blicken wir über den regionalen Tellerrand hinaus, denn das Feature bestreitet der Basler DJ Neevo. Seit etwa Mitte der Neunziger Jahre ist er im Nachtleben der Stadt Basel als begnadeter DJ unterwegs, der stets mit seiner stilsicheren Plattenauswahl und einem exzellenten, geschmackvollen Genre-Mix überzeugt. Musikalischen Support leistete er im Verlauf dieser Zeit für so unterschiedliche Gast-DJs wie Stefan Goldmann, Quarion, Joe Goddard (Hot Chip), Holy Ghost, Toby Tobias oder Mark E, in Clubs wie dem Presswerk (R.I.P.), dem Schiff, der Kaserne. Zudem stand er für das Basler Radio X an den Reglern, spielte in der Grenzwert Bar, auf dem nt*/areal und war auch schon in Freiburg zu Gast, mehrmals bei tageins und fast auf Jahr und Tag genau 2010 im Drifter's Club für eine Ausgabe von Somebody Scream.
Was muss man sonst noch über ihn wissen? In der Kuppel in Basel spielte er zu Beginn der Nuller-Jahre regelmässig im Rahmen einer Veranstaltung "Tuesdance", deren Fokus auf Genre wie NuJazz, Acid Jazz, Broken Beat, Downtempo, Liquid Funk & Co. ausgerichtet war. Damals, Mitglied des Schweizer bumrush-Kollektivs, zeigte er sich auch als versatiler Drum'n'Bass- und Broken Beats-DJ, und seit 2007 gehört er zur Love Tempo-Crew, die auf ihren Veranstaltungen jede Menge intergalaktischen Sternenstaub durch die Lautsprecher jagt. Doch am besten ist Neevo immer noch, wenn er alleine an den Decks steht, jede Menge Zeit zum spielen hat und seine reichhaltigen Erfahrungsschätze und Perlen seiner Plattensammlung in sein Set einfliessen lassen kann. Ich könnte an dieser Stelle Absatz um Absatz anfügen, doch lasst es mich zusammenfassend auf den Punkt bringen: Neevos DJ-Sets sind eine Offenbarung! Vor über einem Jahr hat er für das Blog Coyote Howl einen Mix aufgenommen, der mit Stücken von Jeff Mills, Newworldaquarium, Earth Wind & Fire sowie The Sea and Cake seine Vielseitigkeit eindrücklich beweist. Don't miss!
DJ Neevo - Love Tempo Vol. 1 - Mix @ Coyote Howl
Jahresendlieblinge, carefully selected by Neevo
01. megadon betamax - don't ask - yoyeurhythm
02. tom trago, young marco, awanto 3 - physical thrill (axel boman rmx) - studio soulrock
03. alex israel - blindstiff - wt
04. tokyo black star - black box - reincarnation
05. san proper - cat called mice - perlon
06. hunee - folga - future times
07. vakula - slavic mythology - archipel
08. runaway - indoor pool (soft rocks rmx) - throne of blood
09. dj nature - let it ring - golf channel
10. osunlade - no way - yoruba
11. ethyl & huxley - 3 feet high (roman flügel rmx) - saints & sonets
12. bruno gauthier - music takes control - ctf
13. dj ackeshi & ackin - rain parade (mark e rmx) - internasjonal
14. boof - now she's jumping - bubbletease
15. morphosis - dirty matter (nwaq dub) - mos
Remix of the year: brand brauer frick - bop (bradock rmx) - k7
Reissue/bootleg of the year: stars'n'bars - stars and bars - moonshine
Edit of the year: jo jo zep - losing game (justin vandervolgen edit) - golf channel
English (short) version: Today, I'm happy to introduce you to Neevo from Basel / Switzerland who is - to cut my long German introduction short and precise - a dj's dj. He started out in the Basel club scene spinning records in the mid nineties spanning the range from downtempo, nu jazz and liquid funk via house to all kind of intergalactic disco. His sets are mind-opening lectures on dance music.
Was muss man sonst noch über ihn wissen? In der Kuppel in Basel spielte er zu Beginn der Nuller-Jahre regelmässig im Rahmen einer Veranstaltung "Tuesdance", deren Fokus auf Genre wie NuJazz, Acid Jazz, Broken Beat, Downtempo, Liquid Funk & Co. ausgerichtet war. Damals, Mitglied des Schweizer bumrush-Kollektivs, zeigte er sich auch als versatiler Drum'n'Bass- und Broken Beats-DJ, und seit 2007 gehört er zur Love Tempo-Crew, die auf ihren Veranstaltungen jede Menge intergalaktischen Sternenstaub durch die Lautsprecher jagt. Doch am besten ist Neevo immer noch, wenn er alleine an den Decks steht, jede Menge Zeit zum spielen hat und seine reichhaltigen Erfahrungsschätze und Perlen seiner Plattensammlung in sein Set einfliessen lassen kann. Ich könnte an dieser Stelle Absatz um Absatz anfügen, doch lasst es mich zusammenfassend auf den Punkt bringen: Neevos DJ-Sets sind eine Offenbarung! Vor über einem Jahr hat er für das Blog Coyote Howl einen Mix aufgenommen, der mit Stücken von Jeff Mills, Newworldaquarium, Earth Wind & Fire sowie The Sea and Cake seine Vielseitigkeit eindrücklich beweist. Don't miss!
DJ Neevo - Love Tempo Vol. 1 - Mix @ Coyote Howl
Jahresendlieblinge, carefully selected by Neevo
01. megadon betamax - don't ask - yoyeurhythm
02. tom trago, young marco, awanto 3 - physical thrill (axel boman rmx) - studio soulrock
03. alex israel - blindstiff - wt
04. tokyo black star - black box - reincarnation
05. san proper - cat called mice - perlon
06. hunee - folga - future times
07. vakula - slavic mythology - archipel
08. runaway - indoor pool (soft rocks rmx) - throne of blood
09. dj nature - let it ring - golf channel
10. osunlade - no way - yoruba
11. ethyl & huxley - 3 feet high (roman flügel rmx) - saints & sonets
12. bruno gauthier - music takes control - ctf
13. dj ackeshi & ackin - rain parade (mark e rmx) - internasjonal
14. boof - now she's jumping - bubbletease
15. morphosis - dirty matter (nwaq dub) - mos
Remix of the year: brand brauer frick - bop (bradock rmx) - k7
Reissue/bootleg of the year: stars'n'bars - stars and bars - moonshine
Edit of the year: jo jo zep - losing game (justin vandervolgen edit) - golf channel
English (short) version: Today, I'm happy to introduce you to Neevo from Basel / Switzerland who is - to cut my long German introduction short and precise - a dj's dj. He started out in the Basel club scene spinning records in the mid nineties spanning the range from downtempo, nu jazz and liquid funk via house to all kind of intergalactic disco. His sets are mind-opening lectures on dance music.
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Jahresendlieblinge (11): Buurns & Jehrman
Sommer 2010, eineinhalb Jahre ist es also her, als auf der Webseite der Freiburger Montagsveranstaltung tageins zwei Namen eingetragen waren, die mir bis zu diesem Zeitpunkt in der Freiburger Clublandschaft noch nicht aufgefallen waren - weder auf einem Flyer noch im Ausgehmagazin Subculture, und auch nicht über soziale Netzwerke. Buurns & Jehrman, so lauteten die Namen, waren für einen Montagabend zum Auflegen vorgesehen.
Da ich die Nächte von Montag auf Dienstag eigentlich regelmässig im Waldsee bei tageins verbringe, machte ich mich auch an jenem Abend auf den Weg. Als ich ankam, hörte ich vertraute Klänge, und zwar die prägnanten, melancholischen Keys, der treibende Groove und die leicht nasale Stimme von Leela James. Es war "My Joy. Ob im Remix von Timmy Regisford oder Quentin Harris - daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern.
Jedenfalls nahm dieser Montagabend im soulgetränkten US-House seinen Ausgang und gelangte nach Zwischenstationen bei druckvollen, erdigen, groove-orientierten Stücken zu einem fulminanten Ende, dessen Abschluss Randolphs Song "Believer" im Jazzanova Remix bildete. Einer dieser Songs, bei denen ich trotz oder gerade vor Glück weinen könnte.
Anyway. Gerade solche musikalischen Momente machten deutlich, dass Buurns und Jehrman zwei Musikenthusiasten und leidenschaftliche DJs sind, die bei aller Feierbezogenheit den Soul nie aus den Augen lassen. Jehrman bezeichnet seine Einflüsse auch deutlich mit Golden Era Hip Hop, Southern Blues, Chicago House, Detroit Techno und der Jugend-, Sub- und Clubkultur der Stadt Frankfurt, in die er hineingeboren wurde. Dort bespielte er bis zu seinem Umzug nach Basel zahlreiche Clubs und Warehouse-Parties, und beginnt nun allmählich auch in der südbadischen Region Fuss zu fassen. Buurns hat den Schritt nach draussen, an die Regler im Club, erst vor einigen Jahren gewagt, doch sammelte sie davor bereits leidenschaftlich Platten und mischte diese fleissig zuhause ineinander.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Buurns & Jehrman
Daniel bortz - No One
Axel Boman - Depression
Russ Yallop - Queensbridge
Lahib Alekozei - Behind Closed Doors
Fog - Dulcet Cynosure
Hatikvah - Love Bells (Kris Wadsworth Remix)
Maceo Plex - Vibe Your Love (Zevs Southern Remix)
Terje Bakke - Ekaterinburg
Osunlade - Envision
Efdemin - There Will Be Singing (DJ Koze Remix)
Makam - Boss and Lomber
Christopher Rau - Always The Same
Gorge - Erotic Soul
John Dimas - Slit (Chez Damier Late Night Mix)
Master H. Feat. Geoffrey Secco - Stabs Call
Dubshape & Guti - Bueno
Minimono - Stay Away
Rampa - Meggys Desire
Move D - Sur Un Bateau Avec Eric
Deniz Kurtel - The 1 Word (feat. Jada) (Guy Gerber Country Side Remix)
English (short) version: the first time I met Buurns & Jehrman, they kicked off a night by playing "My Joy" by Leela James and taking things deep down at the end of then night with the Jazzanova Remix of Paul Randolphs song "Believer". Tunes to remember. Their selection and arrangement of house, techno and beyond was convincing and, if you take a quick glance at their this year's favourite tunes, you want Buurns and Jehrman spinning them right now!
Da ich die Nächte von Montag auf Dienstag eigentlich regelmässig im Waldsee bei tageins verbringe, machte ich mich auch an jenem Abend auf den Weg. Als ich ankam, hörte ich vertraute Klänge, und zwar die prägnanten, melancholischen Keys, der treibende Groove und die leicht nasale Stimme von Leela James. Es war "My Joy. Ob im Remix von Timmy Regisford oder Quentin Harris - daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern.
Jedenfalls nahm dieser Montagabend im soulgetränkten US-House seinen Ausgang und gelangte nach Zwischenstationen bei druckvollen, erdigen, groove-orientierten Stücken zu einem fulminanten Ende, dessen Abschluss Randolphs Song "Believer" im Jazzanova Remix bildete. Einer dieser Songs, bei denen ich trotz oder gerade vor Glück weinen könnte.
Anyway. Gerade solche musikalischen Momente machten deutlich, dass Buurns und Jehrman zwei Musikenthusiasten und leidenschaftliche DJs sind, die bei aller Feierbezogenheit den Soul nie aus den Augen lassen. Jehrman bezeichnet seine Einflüsse auch deutlich mit Golden Era Hip Hop, Southern Blues, Chicago House, Detroit Techno und der Jugend-, Sub- und Clubkultur der Stadt Frankfurt, in die er hineingeboren wurde. Dort bespielte er bis zu seinem Umzug nach Basel zahlreiche Clubs und Warehouse-Parties, und beginnt nun allmählich auch in der südbadischen Region Fuss zu fassen. Buurns hat den Schritt nach draussen, an die Regler im Club, erst vor einigen Jahren gewagt, doch sammelte sie davor bereits leidenschaftlich Platten und mischte diese fleissig zuhause ineinander.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Buurns & Jehrman
Daniel bortz - No One
Axel Boman - Depression
Russ Yallop - Queensbridge
Lahib Alekozei - Behind Closed Doors
Fog - Dulcet Cynosure
Hatikvah - Love Bells (Kris Wadsworth Remix)
Maceo Plex - Vibe Your Love (Zevs Southern Remix)
Terje Bakke - Ekaterinburg
Osunlade - Envision
Efdemin - There Will Be Singing (DJ Koze Remix)
Makam - Boss and Lomber
Christopher Rau - Always The Same
Gorge - Erotic Soul
John Dimas - Slit (Chez Damier Late Night Mix)
Master H. Feat. Geoffrey Secco - Stabs Call
Dubshape & Guti - Bueno
Minimono - Stay Away
Rampa - Meggys Desire
Move D - Sur Un Bateau Avec Eric
Deniz Kurtel - The 1 Word (feat. Jada) (Guy Gerber Country Side Remix)
English (short) version: the first time I met Buurns & Jehrman, they kicked off a night by playing "My Joy" by Leela James and taking things deep down at the end of then night with the Jazzanova Remix of Paul Randolphs song "Believer". Tunes to remember. Their selection and arrangement of house, techno and beyond was convincing and, if you take a quick glance at their this year's favourite tunes, you want Buurns and Jehrman spinning them right now!
Mild Pitch 2011
Von Leipzig wenden wir im Folgenden den Blick in den Pott, und zwar nach Essen. Dort, mitten im Herzen des Ruhrgebiets, residiert das Label Mild Pitch, das 2009 von DPlay, Manuel Tur und Langenberg gegründet wurde. Auch im dritten Jahr seines Bestehens gehört Mild Pitch zu den tonangebenden Label im Bereich der langsameren aber trotzdem kraftvolleren House Sounds.
Gleich zu Beginn des Jahres 2011 legten die Betreiber das Labelschiff hart an die Windkante und nahmen schnelle Fahrt auf mit einem Remix-Paket. Überarbeitung fanden zwei Songs der Essener Band Festland. Ihre Musik schöpft aus Pop-, Postpunk- und Elektronika-Untiefen. 2010 erschien das Album "Welt Verbrennt", das durchgehend mit Bestnoten ausgezeichnet wurde, sei es in der Zeit oder in Blogger-Kreisen. Der Titeltrack, "Welt Verbrennt", ging durch die Hände von Manuel Tur. Sein Remix erinnert an eine Hypnose-Sitzung, deren Wirkung mit jeder weiteren Wiederholung intensiver und tiefer eintritt. Grund dafür sind die betörenden Drum-Loops, über die der Essener das bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Sprachsample zusammen mit einer Vielzahl an Effekten purzeln lässt. Zweiter Remixer ist Marcus Worgull. Der Mann aus Wuppertal hat in diesem Jahr zur Veredelung zahlreicher Tracks beigetragen. Auf Compost legte er Hand an ein Stück von Rainer Trüby, für das Innervisions-Sublabel Philomena mischte er einen Song von Fink neu ab, und auf Mirau war er ebenfalls unterwegs. Seine Arbeit für Mild Pitch resultiert in einem auf den Punkt gebrachten Track für die Tanzfläche, bei dem Tempo, Beats, Spannungsaufbau, auch im Break, perfekt ineinander greifen.
Nach Manuel Tur und Marcus Worgull bekam Tim Toh die Möglichkeit, eine EP auf Mild Pitch zu veröffentlichen. "Ménage À Trois" verleitete nicht nur wegen des Titels zu frivol-erotischen Tag- oder Nachtträumen. Es war vornehmlich die Musik darauf, die unmittelbar das Gefühlszentrum im Gehirn anspricht. "Sexual Campfire" baut behutsam auf und beginnt mit einem warmherzigen, zärtlichen Vorspiel aus perlenden Synthesizer-Klangfolgen und kräftigen Clap-Akzenten. Der Track kulminiert in einem stürmischen, energiegeladenen Hauptteil, in dessen Break sich ein roher Elektrobass mit leichten Acid-Noten entläd. Für eine sphärische Ausdehnung des Bewusstseins sorgt Tim Toh mit feinen Synth Pads und hypnotisierenden Percussion-Rhythmen auf "Abundant". Ideal, um den Fängen des Alltags zu entfliehen.
Das dritte Mild Pitch-Release des Jahres 2011 lieferten Manuel Tur und Langenberg unter ihrem Ribn-Alias an. "No Place" hat vor allem in seiner Überarbeitung durch den schottischen DJ und Produzenten The Revenge für einiges Aufsehen gesorgt. Mir persönlich haben das Original und vor allem "Save Me" gut gefallen - ein bass-satter Track, drückend, pumpend, treibend, dem Dub Techno verpflichtet.
Schliesslich erschien vor einem Monat mit "About To Fall" die zweite Solo-EP von Manuel Tur auf Mild Pitch. In beiden Tracks beschwört er eine düstere, neblige, insbesondere bei "Untitled" unwirtliche Atmosphäre herauf, die sich zunehmend zu einer dystopischen Klanglandschaft verdichtet. Tracks, die die Stimmung nach der Ekstase, nach der Verausgabung, beschreiben. Vielleicht noch Folgendes zum Abschluss: Mild Pitch wird das neue Jahr 2012 mit einer EP von Jacob Korn beginnen. Wenn das kein Grund zur Vorfreude ist?!
English (short) version: German house imprint Mild Pitch had a strong year with releases from Manuel Tur - a more slow-burning dystopia than action-packed dancefloor-firestorm - , Ribn - a dub techno-inspired and a deep yet powerful house track -, Tim Toh - house with growling, sex-driven basslines - and a heavy remix package by Manuel Tur and Marcus Worgull. Be prepared for 2012!
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Gleich zu Beginn des Jahres 2011 legten die Betreiber das Labelschiff hart an die Windkante und nahmen schnelle Fahrt auf mit einem Remix-Paket. Überarbeitung fanden zwei Songs der Essener Band Festland. Ihre Musik schöpft aus Pop-, Postpunk- und Elektronika-Untiefen. 2010 erschien das Album "Welt Verbrennt", das durchgehend mit Bestnoten ausgezeichnet wurde, sei es in der Zeit oder in Blogger-Kreisen. Der Titeltrack, "Welt Verbrennt", ging durch die Hände von Manuel Tur. Sein Remix erinnert an eine Hypnose-Sitzung, deren Wirkung mit jeder weiteren Wiederholung intensiver und tiefer eintritt. Grund dafür sind die betörenden Drum-Loops, über die der Essener das bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Sprachsample zusammen mit einer Vielzahl an Effekten purzeln lässt. Zweiter Remixer ist Marcus Worgull. Der Mann aus Wuppertal hat in diesem Jahr zur Veredelung zahlreicher Tracks beigetragen. Auf Compost legte er Hand an ein Stück von Rainer Trüby, für das Innervisions-Sublabel Philomena mischte er einen Song von Fink neu ab, und auf Mirau war er ebenfalls unterwegs. Seine Arbeit für Mild Pitch resultiert in einem auf den Punkt gebrachten Track für die Tanzfläche, bei dem Tempo, Beats, Spannungsaufbau, auch im Break, perfekt ineinander greifen.
Nach Manuel Tur und Marcus Worgull bekam Tim Toh die Möglichkeit, eine EP auf Mild Pitch zu veröffentlichen. "Ménage À Trois" verleitete nicht nur wegen des Titels zu frivol-erotischen Tag- oder Nachtträumen. Es war vornehmlich die Musik darauf, die unmittelbar das Gefühlszentrum im Gehirn anspricht. "Sexual Campfire" baut behutsam auf und beginnt mit einem warmherzigen, zärtlichen Vorspiel aus perlenden Synthesizer-Klangfolgen und kräftigen Clap-Akzenten. Der Track kulminiert in einem stürmischen, energiegeladenen Hauptteil, in dessen Break sich ein roher Elektrobass mit leichten Acid-Noten entläd. Für eine sphärische Ausdehnung des Bewusstseins sorgt Tim Toh mit feinen Synth Pads und hypnotisierenden Percussion-Rhythmen auf "Abundant". Ideal, um den Fängen des Alltags zu entfliehen.
Das dritte Mild Pitch-Release des Jahres 2011 lieferten Manuel Tur und Langenberg unter ihrem Ribn-Alias an. "No Place" hat vor allem in seiner Überarbeitung durch den schottischen DJ und Produzenten The Revenge für einiges Aufsehen gesorgt. Mir persönlich haben das Original und vor allem "Save Me" gut gefallen - ein bass-satter Track, drückend, pumpend, treibend, dem Dub Techno verpflichtet.
Schliesslich erschien vor einem Monat mit "About To Fall" die zweite Solo-EP von Manuel Tur auf Mild Pitch. In beiden Tracks beschwört er eine düstere, neblige, insbesondere bei "Untitled" unwirtliche Atmosphäre herauf, die sich zunehmend zu einer dystopischen Klanglandschaft verdichtet. Tracks, die die Stimmung nach der Ekstase, nach der Verausgabung, beschreiben. Vielleicht noch Folgendes zum Abschluss: Mild Pitch wird das neue Jahr 2012 mit einer EP von Jacob Korn beginnen. Wenn das kein Grund zur Vorfreude ist?!
English (short) version: German house imprint Mild Pitch had a strong year with releases from Manuel Tur - a more slow-burning dystopia than action-packed dancefloor-firestorm - , Ribn - a dub techno-inspired and a deep yet powerful house track -, Tim Toh - house with growling, sex-driven basslines - and a heavy remix package by Manuel Tur and Marcus Worgull. Be prepared for 2012!
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Kann Records 2011
Heute bin ich in Rückblicklaune und habe mir dafür einige Label vorgenommen, deren Veröffentlichungen das Jahr 2011 in Sachen (Deep) House aus meiner Sicht wesentlich mitgeprägt haben. Die Rückschau eröffne ich mit Kann Records, das 2008 von Sevensol, Bender und Map.Ache gegründet wurde.
Nicht nur was den rein numerischen Output betrifft, war 2011 das bisher stärkste Jahr der Leipziger Plattform für den leidenschaftlichen House-Connaisseur mit höchstem Anspruch. Auch in Sachen Musik haben die Labelbetreiber sowie die einzelnen Produzenten für einen anspruchsvollen Jahrgang für Geniesser gesorgt, die etwas übrig haben für dichte, raffiniert komponierte und tiefgründige Musik. Die Messlatte liegt entsprechend hoch für das bevorstehende Jahr 2012. Doch das Label wird der Herausforderung, das Niveau halten zu können und in der Spitze noch feiner zu werden, ganz bestimmt gewachsen sein. Davon bin ich überzeugt!
Das Jahr 2011 begann für Kann Records mit einer Doppel-12", einer kleinen Labelcompilation namens "Family Horror. Sie vereinte insgesamt acht Künstler, darunter Sevensol & Bender, Map.ache und Johannes Beck aus dem engen Familienkreis, sowie Even Tuell vom Workshop-Camp, den unvergleichlichen Efdemin sowie Schwedens unbestrittene Nummer eins für House mit perlenden Melodieläufen und dezent angetrancter Atmosphäre, Dorisburg. Des Weiteren stellte die Compilation ein ganz neues Mitglied der Familie vor, und zwar Falk Golz alias Falke. Die Compilation startet mit "Emotion" von Dorisburg, einem Track, der mit leichtem Dubrauschen und komplexen Rhythmusmustern einen tiefen, nicht fassbaren Raum auftut, gleichsam einer Oase der Ruhe und Gelassenheit. Körper, Seele und Geist erfahren hier eine Tiefenentspannung par excellence. Falke führt daraus hervor mit "Taunus". Darauf glänzt der Produzent, der mir bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt war, mit einem dichten Rhythmusgeflecht und virtuosem Synthesizerspiel. Sevensol und Bender, Efdemin sowie Map.ache beschreiten demgegenüber einen direkteren Weg auf die Tanzfläche. Ein markanter Bass-Synthesizer-Charakter prägt "Molly" (Sevensol & Bender), "Enola" (Map.ache) zeichnet sich aus durch einen mitreissenden Swing und Efdemin verbindet auf "Plenum" die in seinen Tracks immer wieder durchscheinende, Dial'sche Coolness und Präzision mit der vielzitierten Kantigkeit Chicagoer Schule. Und während Even Tuell das Thema House seiner eigenwilligen, verschroben-kauzigen Behandlungsmethode unterzieht, beeindruckt Johannes Beck mit einer unter die Haut gehenden, intimen Ballade Nocturne für Piano und Streicher. Auf dieser Doppel-12" zeigen die Jungs von Kann Records, dass House zwar ihr Grundthema ist, dieses Genre aber ein für verschiedene Einflüsse offenes sein kann, und dass die Beats nicht immer so gerade und geschliffen sein müssen, um ihre Wirkung zu erzielen.
Der Sommer 2011 stand im Zeichen von Daniel Stefanik. Zum Jahresende begibt der Leipziger DJ und Produzent sich unter die Fittiche der Cocoon-Booking Agentur, was ihm in den kommenden Jahren sicher ein gewisses Mehr an Gigs und damit auch Erfahrungen bringen wird. Diese wird er im heimischen Studio hoffentlich weiterhin zu so wunderschönen Kleinoden verarbeiten, wie er sie auf "In Days Of Old Pt.2 abgeliefert hat. Stefanik erweist sich auch im zweiten Teil seiner In Days Of Old-Reihe als Meister einer dunklen House-Ästhetik, die sowohl mit bassschwangeren Grooves und schwergewichtigen Kickdrums ("Four") daherkommen kann als auch mit sphärischen Synthesizer-Elementen ein Traumreich für die Feen, Elfen und Elben der Nacht errichten kann ("Five"). Verlangt nach Teil drei!
Das Jahr 2011 endet auf Kann Records mit "Undermyarms von Falk Golz alias Falke. "Undermyarms", "Latenight" und "Flying" erzeugen, alle eingebettet in kosmische Harmonie, kontraststarke Stimmungsbilder wie ein Schwarzweissfilm und eröffnen Erlebnisräume voller Emotionalität, die ihre Anziehungskraft nie verlieren werden. Was für ein Einstand, und was für ein Ausklang für das Jahr 2011!
English (short) version: Kann Records, founded by Map.ache, Sevensol and Bender, was one of this year's winners on behalf of my personal label favourites. It convinced with strong releases covering a wide range of individual artists and individual styles and sound colours, all based on a solid house groove.
Mehr im Web:
Kann Records @ Facebook
Kann Records
Kann Records Podcast
Das Jahr 2011 begann für Kann Records mit einer Doppel-12", einer kleinen Labelcompilation namens "Family Horror. Sie vereinte insgesamt acht Künstler, darunter Sevensol & Bender, Map.ache und Johannes Beck aus dem engen Familienkreis, sowie Even Tuell vom Workshop-Camp, den unvergleichlichen Efdemin sowie Schwedens unbestrittene Nummer eins für House mit perlenden Melodieläufen und dezent angetrancter Atmosphäre, Dorisburg. Des Weiteren stellte die Compilation ein ganz neues Mitglied der Familie vor, und zwar Falk Golz alias Falke. Die Compilation startet mit "Emotion" von Dorisburg, einem Track, der mit leichtem Dubrauschen und komplexen Rhythmusmustern einen tiefen, nicht fassbaren Raum auftut, gleichsam einer Oase der Ruhe und Gelassenheit. Körper, Seele und Geist erfahren hier eine Tiefenentspannung par excellence. Falke führt daraus hervor mit "Taunus". Darauf glänzt der Produzent, der mir bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt war, mit einem dichten Rhythmusgeflecht und virtuosem Synthesizerspiel. Sevensol und Bender, Efdemin sowie Map.ache beschreiten demgegenüber einen direkteren Weg auf die Tanzfläche. Ein markanter Bass-Synthesizer-Charakter prägt "Molly" (Sevensol & Bender), "Enola" (Map.ache) zeichnet sich aus durch einen mitreissenden Swing und Efdemin verbindet auf "Plenum" die in seinen Tracks immer wieder durchscheinende, Dial'sche Coolness und Präzision mit der vielzitierten Kantigkeit Chicagoer Schule. Und während Even Tuell das Thema House seiner eigenwilligen, verschroben-kauzigen Behandlungsmethode unterzieht, beeindruckt Johannes Beck mit einer unter die Haut gehenden, intimen Ballade Nocturne für Piano und Streicher. Auf dieser Doppel-12" zeigen die Jungs von Kann Records, dass House zwar ihr Grundthema ist, dieses Genre aber ein für verschiedene Einflüsse offenes sein kann, und dass die Beats nicht immer so gerade und geschliffen sein müssen, um ihre Wirkung zu erzielen.
Der Sommer 2011 stand im Zeichen von Daniel Stefanik. Zum Jahresende begibt der Leipziger DJ und Produzent sich unter die Fittiche der Cocoon-Booking Agentur, was ihm in den kommenden Jahren sicher ein gewisses Mehr an Gigs und damit auch Erfahrungen bringen wird. Diese wird er im heimischen Studio hoffentlich weiterhin zu so wunderschönen Kleinoden verarbeiten, wie er sie auf "In Days Of Old Pt.2 abgeliefert hat. Stefanik erweist sich auch im zweiten Teil seiner In Days Of Old-Reihe als Meister einer dunklen House-Ästhetik, die sowohl mit bassschwangeren Grooves und schwergewichtigen Kickdrums ("Four") daherkommen kann als auch mit sphärischen Synthesizer-Elementen ein Traumreich für die Feen, Elfen und Elben der Nacht errichten kann ("Five"). Verlangt nach Teil drei!
Das Jahr 2011 endet auf Kann Records mit "Undermyarms von Falk Golz alias Falke. "Undermyarms", "Latenight" und "Flying" erzeugen, alle eingebettet in kosmische Harmonie, kontraststarke Stimmungsbilder wie ein Schwarzweissfilm und eröffnen Erlebnisräume voller Emotionalität, die ihre Anziehungskraft nie verlieren werden. Was für ein Einstand, und was für ein Ausklang für das Jahr 2011!
English (short) version: Kann Records, founded by Map.ache, Sevensol and Bender, was one of this year's winners on behalf of my personal label favourites. It convinced with strong releases covering a wide range of individual artists and individual styles and sound colours, all based on a solid house groove.
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Labels:
Bender,
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Efdemin,
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Techno
Sea of Love 2012
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Nun soll eine GmbH als Tochtergesellschaft der Koko & DTK Entertainment GmbH gegründet werden. Diese soll in Zukunft unter der Geschäftsführung von Geschäftsführer Marc Osswald die Trägerin einer neuen Sea of Love werden. So sehr ich diese Übernahe begrüsse - egal, wie man zu dieser Veranstaltung steht, bedeutet ein Ende doch den Teilverlust an gewachsener Vielfalt und Diversität für die südbadische Veranstaltungslandschaft -, so sehr bezweifle ich, dass aus der Übernahme und dem Veranstalterwechsel heraus auch programmliche Veränderungen erwachsen werden.
Natürlich ist es an dieser Stelle noch zu früh, um eine vorsichtige Prognose zu wagen. Doch der kommerzielle Gedanke wird ganz bestimmt auch weiterhin erkennbar sein genauso wie eine inhaltliche Marschroute, die an der Aktualität der elektronischen Musik mit Anspruch und Herz vorbeigehen wird. Denn als Mitgesellschafter des Freiburger Zelt-Musik-Festivals hat die Koko & DTK Entertainment GmbH von Anfang an in Sachen (elektronischer) Jetztmusik es nicht vermocht, Akzente im Programm zu setzen. Das war zu Beginn der Nuller Jahre noch ein wenig anders, als Gäste wie Fauna Flash, LTJ Bukem & MC Konrad oder Micatone in Freiburg Halt machten.
Um eine Vorahnung zu bekommen, was in Bezug auf eine Sea of Love 2012 möglich wäre, lohnt sich ein Blick auf das bisher bekannte Line-Up des Southside Festivals. Veranstaltungsträgerin? Die Koko & DTK Entertainment GmbH. Somit lässt sich ein immerhin ein kleiner Trend ablesen. Das wären dann Fritz Kalkbrenner, Busy P, SebastiAN (live), und vermutlich noch Bands aus dem Sumpf von Supershirt, Dumme Jungs, und so weiter. Da sind dann auch Skrillex, David Guetta & Co. als Headliner nicht mehr weit davon entfernt.
Doch gerade hier bestünde für die neuen Veranstalter die Chance, einer auch inhaltlichen Neuausrichtung, ganz nach dem Leitsatz "One step back, two steps forward", denn Überschaubarkeit bringt höchste Qualität, ein Gefühl von familiärer Zusammengehörigkeit, aus der heraus sich Ausgelassensein und Euphorie entwickeln.
Labels:
electronica,
Festival,
Freiburg,
Musik,
Techno
Jahresendlieblinge (10): Shaddy
Zweiter Teil des Foul & Sunk-Features, die Jahresendlieblinge von DJ Shaddy. Mit der Gründung von Foul & Sunk hat er sich einen lange gehegten Traum vom eigenen Label erfüllt, der ihm - hoffentlich - noch lange Jahre grosse Freude bereiten und an den Plattentellern halten wird. Denn als DJ ist DJ Shaddy unschlagbar, wenn es darum geht, ein Set in tiefsten kosmischen Disco Dub-Räumen zu beginnen und den Dancefloor behutsam zur Rave-Ekstase hinzuführen. Ihn im Verlauf einer Nacht auf Disco, House oder Techno festlegen wollen - unmöglich!
Wer sich davon baldmöglich selbst überzeugen möchte, kann dies am Montag, den 26. Dezember 2011 bei tageins tun, wenn Shaddy zusammen mit einem DJ und Produzenten an den Reglern steht, der in Berlin keinemusik macht. Zudem hat sich Shaddy über den Sommer hinweg an der Seite von Mark Burow an die Maschinen begeben - ein erstes Ergebnis wird auf der kommenden Foul & Sunk-EP veröffentlicht. Reinhören lässt sich bereits jetzt auf Soundcloud. Check:
Paskal & Urban Abolutes - Still In Love (Burow & Stang Remix Preview) by Paskal !
[Paskal & Urban Absolutes - Still In Love (incl. Burow & Stang Remix) - Foul & Sunk 003]
Jahresendlieblinge, carefully selected by Shaddy
SBTRKT - SBTRKT - [Young Turks]
Cosmin TRG - Stimulant - [50 Weapons]
Nicolas Jaar - Space is the only Noise - [Circus Company]
Benoit & Sergio - Everybody - [DFA]
Mosca - Bax - [Numbers] Floating Points - Marylin - [Eglo]
Tanner Ross & Soul Clap - Miami Shores - [Wolf & Lamb]
The Oliverwho Factory - Galactic Transit - [Rush Hour]
Pillowtalk - Long Lost Friends - [Life and Death]
Lovebirds - Keep Coming (Axel Boman Mix 2) - [Freerange]
Pional - Just Passing Through - [Permanent Vacation] #
Roman Rauch - Can't get enough (SoulPhiction Remix) - [Philpot]
Jamie XX - Far Near - [Numbers] DJ Rum - Turiya - [2nd Drop]
English (short) version: DJ Shaddy knows how setting fire to sleeping dancefloors with his irresistible selection of musical goodies. Be it bouncy, groove-oriented house drawn to the sound of early Playhouse, D.J. International or Guidance, be it ravey tunes that cause drenching sweats, be it light-hearted, velvety and so damn sexy disco - Shaddy has an acute awarenes of dropping the right tunes at the right time. Recently, he started to work on own sound designs alongside his label partner Mark Burow and their first remix will be released in 2012. Watch out!
Mehr im Web:
DJ Shaddy @ Facebook
DJ Shaddy @ Soundcloud
Foul & Sunk
Soul Industries Blog
Wer sich davon baldmöglich selbst überzeugen möchte, kann dies am Montag, den 26. Dezember 2011 bei tageins tun, wenn Shaddy zusammen mit einem DJ und Produzenten an den Reglern steht, der in Berlin keinemusik macht. Zudem hat sich Shaddy über den Sommer hinweg an der Seite von Mark Burow an die Maschinen begeben - ein erstes Ergebnis wird auf der kommenden Foul & Sunk-EP veröffentlicht. Reinhören lässt sich bereits jetzt auf Soundcloud. Check:
Paskal & Urban Abolutes - Still In Love (Burow & Stang Remix Preview) by Paskal !
[Paskal & Urban Absolutes - Still In Love (incl. Burow & Stang Remix) - Foul & Sunk 003]
Jahresendlieblinge, carefully selected by Shaddy
SBTRKT - SBTRKT - [Young Turks]
Cosmin TRG - Stimulant - [50 Weapons]
Nicolas Jaar - Space is the only Noise - [Circus Company]
Benoit & Sergio - Everybody - [DFA]
Mosca - Bax - [Numbers] Floating Points - Marylin - [Eglo]
Tanner Ross & Soul Clap - Miami Shores - [Wolf & Lamb]
The Oliverwho Factory - Galactic Transit - [Rush Hour]
Pillowtalk - Long Lost Friends - [Life and Death]
Lovebirds - Keep Coming (Axel Boman Mix 2) - [Freerange]
Pional - Just Passing Through - [Permanent Vacation] #
Roman Rauch - Can't get enough (SoulPhiction Remix) - [Philpot]
Jamie XX - Far Near - [Numbers] DJ Rum - Turiya - [2nd Drop]
English (short) version: DJ Shaddy knows how setting fire to sleeping dancefloors with his irresistible selection of musical goodies. Be it bouncy, groove-oriented house drawn to the sound of early Playhouse, D.J. International or Guidance, be it ravey tunes that cause drenching sweats, be it light-hearted, velvety and so damn sexy disco - Shaddy has an acute awarenes of dropping the right tunes at the right time. Recently, he started to work on own sound designs alongside his label partner Mark Burow and their first remix will be released in 2012. Watch out!
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Foul & Sunk
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Mittwoch, 21. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (9): Mark Burow
Nach einem Deep Station-Feature geht die Reihe Jahresendlieblinge heute weiter mit einem Foul & Sunk-Spezial. Foul & Sunk ist das Label von zwei Freiburgern, DJ Shaddy und Mark Burow, die beide seit einiger Zeit im Schweizer Exil behutsam auf Distanz zur Freiburger Clubkultur gegangen sind, um von dort aus die Tanzflächen dieser Welt mit "Quality Music" zu unterwandern. Im Frühsommer diesen Jahres sind sie mit einer EP von Nicholas, "When I Think About", erfolgreich ins Release-Business gestartet, und inzwischen steht bereits Katalognummer kurz davor, in den Regalen der Plattenläden zu landen. Sie beinhaltet mit "Still In Love" einen Track von Paskal & Urban Absolutes, dessen dichte, warme Klangatmosphäre einen umgibt wie eine zarte Gefühlswolke der Glückseligkeit.
Doch nun wieder zu den Jahresendlieblingen zurück. Der erste Teil kommt von Mark Burow. Da er sich aus dem operativen Geschäft, lies: dem DJing, schon seit geraumer Zeit zurückgezogen hat und sich vielmehr auf Themen wie Produktion, Technik, Gerätschaften, etc. konzentriert, beinhaltet seine Auswahl vorwiegend Alben. Und dass er seine DJ-Skills immer noch beherrscht, zeigt ein Mix vom Oktober 2011. Here you go:
October Mix by Mark Burow
Jahresendlieblinge, carefully selected by Mark Burow
Massimiliano Pagliaria - Focus For Infinity - Live At Robert Johnson
Osunlade - Pyrography - Yoruba Records
Holy Ghost! - Holy Ghost! - DFA
Gil Scott-Heron & Jamie XX - We're New Here - Young Turks / XL Recordings
Omar S - It can be done but only I can do it - FXHE Records
Tiger & Woods - Through the Green - Running Back
Deniz Kurtel - Music Watching Over Me - Crosstown Rebels
Roman Flügel - Fatty Folders - Dial
Nicholas Jaar - Space is only Noise - Circus Company
Virgo Four - Resurrection - Rush Hour
English (short) version: Mark Burow, hailing from Freiburg im Breisgau / Germany, nowadays living in Zurich / Switzerland, co-runs the label Foul & Sunk together with his partner DJ Shaddy. He has been into the electronic (club) music scene for almost two decades now, focusing on producing, tech gear, designing soundscapes etc. Therefore, his focus is laid on longplayers that caught his attention and fascinated him since their release date.
Doch nun wieder zu den Jahresendlieblingen zurück. Der erste Teil kommt von Mark Burow. Da er sich aus dem operativen Geschäft, lies: dem DJing, schon seit geraumer Zeit zurückgezogen hat und sich vielmehr auf Themen wie Produktion, Technik, Gerätschaften, etc. konzentriert, beinhaltet seine Auswahl vorwiegend Alben. Und dass er seine DJ-Skills immer noch beherrscht, zeigt ein Mix vom Oktober 2011. Here you go:
October Mix by Mark Burow
Jahresendlieblinge, carefully selected by Mark Burow
Massimiliano Pagliaria - Focus For Infinity - Live At Robert Johnson
Osunlade - Pyrography - Yoruba Records
Holy Ghost! - Holy Ghost! - DFA
Gil Scott-Heron & Jamie XX - We're New Here - Young Turks / XL Recordings
Omar S - It can be done but only I can do it - FXHE Records
Tiger & Woods - Through the Green - Running Back
Deniz Kurtel - Music Watching Over Me - Crosstown Rebels
Roman Flügel - Fatty Folders - Dial
Nicholas Jaar - Space is only Noise - Circus Company
Virgo Four - Resurrection - Rush Hour
English (short) version: Mark Burow, hailing from Freiburg im Breisgau / Germany, nowadays living in Zurich / Switzerland, co-runs the label Foul & Sunk together with his partner DJ Shaddy. He has been into the electronic (club) music scene for almost two decades now, focusing on producing, tech gear, designing soundscapes etc. Therefore, his focus is laid on longplayers that caught his attention and fascinated him since their release date.
Labels:
cosmic,
deep,
disco,
Dubstep,
electronica,
Freiburg,
house,
Jahresendlieblinge,
Mark Burow,
soulful,
Zürich
Dienstag, 20. Dezember 2011
Jahresendlieblinge (8): Kowski
Kowski besitzt ein feines Gespür für einen rohen, ungeschliffenen House- und Techno-Sound, der den Klassikern verpflichtet ist und gleichzeitig Entwicklungen und Neuerscheinungen dieser Genre nicht ausser Acht lässt. Dies zeigt sich auch in seinen Sets, in denen stets sein Sinn für den Soul in der Clubmusik durchschimmert. Schade, dass er in letzter Zeit nicht mehr ganz so oft an den Plattentellern steht, doch gegen die Kraft des every day life sind wir alle machtlos.
Umso dicker rot umrandet ist daher der Samstag, der 21. Januar 2012, wenn er an der Seite von Ricordo im White Rabbit steht, und eine weitere Ausgabe der von ihm mitinitiierten Deep Station an den Reglern bestreitet.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Kowski
1. Rude Hagelstein – No Reality
2. Ada - Faith
3. Storm Queen – It Goes On
4. Night Plane – Str8 to your heart
5. Maxmillion Dunbar – Max Trax For World Peace
6. Recloose – Saturday Night Manifesto
7. Steffi – Yours
8. WK7 – The Avalanche
9. The OliverWho Factory – I Can See
10. XDB - Recago
English (short) version: Freiburg based Kowski is a selector and dj with an exquisite taste in raw, spiritual and soulful house and techno music. He is also the co-initiator of Deep Station, an underground club series promoting nothing more but high quality house and techno from start to finish.
Umso dicker rot umrandet ist daher der Samstag, der 21. Januar 2012, wenn er an der Seite von Ricordo im White Rabbit steht, und eine weitere Ausgabe der von ihm mitinitiierten Deep Station an den Reglern bestreitet.
Jahresendlieblinge, carefully selected by Kowski
1. Rude Hagelstein – No Reality
2. Ada - Faith
3. Storm Queen – It Goes On
4. Night Plane – Str8 to your heart
5. Maxmillion Dunbar – Max Trax For World Peace
6. Recloose – Saturday Night Manifesto
7. Steffi – Yours
8. WK7 – The Avalanche
9. The OliverWho Factory – I Can See
10. XDB - Recago
English (short) version: Freiburg based Kowski is a selector and dj with an exquisite taste in raw, spiritual and soulful house and techno music. He is also the co-initiator of Deep Station, an underground club series promoting nothing more but high quality house and techno from start to finish.
Labels:
deep,
Detroit Techno,
disco,
Freiburg,
house,
Jahresendlieblinge,
Kowski,
Techno,
White Rabbit
Jahresendlieblinge (7): Ricordo
Heute in einem Monat, am Samstag, den 21. Januar 2012, findet nach langer Auszeit wieder eine Deep Station im White Rabbit Club in Freiburg statt. Grund für die inzwischen doch recht gross gewordenen Zeitabstände zwischen zwei Ausgaben dieser Veranstaltungsreihe ist, dass einer ihrer Protagonisten, Ricordo, inzwischen in Zürich lebt. Umso grösser ist daher auf meiner Seite die Vorfreude auf jeden weiteren Termin, denn die Deep Station ist auf jeden Fall ein Ort, an dem die musikalische Sehnsucht Heimat findet. Als Appetizer vorneweg ein frischer Mix von Ricordo. Tune in:
Rico van ditz - you & i And neonlight by Rico van Ditz
Jahresendlieblinge, carefully selected by Ricordo
Italo Johnson - Italo Johnson 03 / a1 - ij3
AFMB - The Far Side - Drumpoet
Dollar Mambo - Horn´s Hall - Mark Chambers Remix - Nice Try
Joash - Don´t Fear It, Fight It - Woolfy Remix - Compost Disco (release date: 16.12.2011)
Genius of Time - Houston We Have A Problem - Royal Oak
Leaves pres. The Inner Love Orchsetra - IV - Iron Curtis Edit - Let´s be frank
Moomin - Watermelon - Aim
Efdemin - Nighttrain - Portable Remix - Dial
Prommer & Barck - Journey - Kink Remix - Derwin
Sakro - Dope House - Darek
English (short) version: Ricordo has been a kind of institution in our local underground club scene for a few years, spinning records at various locations and built a reputation for quality house, disco and techno music alongside his partner in crime, Kowski, at their own club night Deep Station.
Mehr im Web:
Deep Station / Ricordo @ Soundcloud
Ricordo @ Soundcloud
Rico van ditz - you & i And neonlight by Rico van Ditz
Jahresendlieblinge, carefully selected by Ricordo
Italo Johnson - Italo Johnson 03 / a1 - ij3
AFMB - The Far Side - Drumpoet
Dollar Mambo - Horn´s Hall - Mark Chambers Remix - Nice Try
Joash - Don´t Fear It, Fight It - Woolfy Remix - Compost Disco (release date: 16.12.2011)
Genius of Time - Houston We Have A Problem - Royal Oak
Leaves pres. The Inner Love Orchsetra - IV - Iron Curtis Edit - Let´s be frank
Moomin - Watermelon - Aim
Efdemin - Nighttrain - Portable Remix - Dial
Prommer & Barck - Journey - Kink Remix - Derwin
Sakro - Dope House - Darek
English (short) version: Ricordo has been a kind of institution in our local underground club scene for a few years, spinning records at various locations and built a reputation for quality house, disco and techno music alongside his partner in crime, Kowski, at their own club night Deep Station.
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Deep Station / Ricordo @ Soundcloud
Ricordo @ Soundcloud
Labels:
deep,
disco,
Freiburg,
house,
Jahresendlieblinge,
Ricordo,
Techno,
White Rabbit,
Zürich
Mixed up monday (88)
![]() |
| http://worldofvieta.tumblr.com |
Adventlich-feierlich ist auch die heutige Auswahl an Mixtapes. Kick-off macht der Freiburger Agent Schwiech. Vergangenen Samstag bestritt er einen Teil der zweiten Ausgabe der Falkplatz-Session, die via Sweat Lodge Radio verbreitet wird. In einer knappen Stunde verarbeitet er Stücke aus dem Hause Lowtec, Kassem Mosse und Move D zu einem intensiv brennenden Mix aus rohem House mit einer Note Bass und einem feinen Hauch von Dub Techno. Mein Lieblingstrack in diesem Mix ist - nach Kassem Mosses "Untitled": MD Jr. - Friday Night With B. Reynolds. Er macht mich so zeitvergessen! Agent Schwiech Falkplatz Sessions Mix by schwiech
In der Folge gibt es beinahe ein kleines Zürich-Feature, denn die Podcasts wurden allesamt von DJs zusammengestellt und eingespielt, die in der Limmatstadt beheimatet sind und das Nachtleben dieser Stadt mit ihrer eindrücklichen persönlichen Note bereichern. Da wären zum einen die Mountain People, Rozzo und Serafin. Der kompakte, reduzierte House-Groove ihrer Platten hat bis heute nichts an Wiedererkennungswert eingebüsst. Trockener Funk, sexy Swing, genau das richtige für alle Groove-Verliebten. Eine Stunde Kraft, Wärme und Innigkeit vermittelt auch ihr XmasLuvMinimix, der seit kurzer Zeit auf ihrer Soundcloud zum Download bereit steht: XmasLuvMinimix by mountainpeople
Ebendort steht auch noch ein Mix von Rozzo bereit, den er für das englischsprachige Portal Doblar aufgenommen hat. Der virtuelle Beipackzettel rät, diesen Mix mit einer leichten Katerstimmung zu geniessen. Ich habe dieser Anweisung Folge geleistet und das Set heute Vormittag abgespielt. tageins steckte noch ein wenig in den Knochen, in den Lungen und im Schädel, und Rozzos Arrangement liess Gefühle wie Reue oder Bedauern gar nicht erst aufkommen. Wundervoll! RozzoPodcastForDoblar.co.uk by mountainpeople
Weiter geht's mit Ron Shiller, dem Mitgründer und -betreiber der Labelplattform Drumpoet Community, das es nun auch schon seit fünf Jahren gibt. Als Teil von Soultourist hat er mit "Turn Loose" ein Stück erschaffen, das tief im Zen verwurzelt ist seine Grundsätze wie Schlichtheit, Eleganz, Natürlichkeit und Raffinesse verkörpert. Zählt zu meinen all time favourites - und sein Mix "A Poet In Space" wird wohl auch lange Zeit in meinem mp3-Player verweilen: RON SHILLER - A Poet In Space by Zukunft
Zum Veröffentlichungskatalog der Drumpoet Community hat in den vergangenen Jahren auch der Essener Dirk Gottwald alias Dplay aktiv beigetragen, ob an der Seite von Manuel Tur mit "Rest Your Senses" oder als Einzelkämpfer und der EP "Browse. Für die Podcastreihe seines eigenen Labels Mild Pitch stand er vor kurzem an den Reglern und hat ein paar aktuelle Releases des Labels mit ein paar Lieblingen zusammengeführt. Den zweiten Teil des Podcasts bestreitet Gastgeber Simon Hildebrandt. Anhören, Gefallen bekunden, weiterverlinken.
DPlay - Mild Cast #002
Wenn in den kommenden Tagen die Arbeitseinheiten oder - kurz vor den bevorstehenden Feiertagsvöllereien - die Sporteinheiten länger werden sollten, empfehle ich den Mitschnitt von Sevensol aus Leipzig, seines Zeichens DJ, Produzent und Mitgründer von Kann Records, der Plattform für vorzüglichen House-Sound. sevensol // neue Heimat // westwerk // 09.12.11 by sevensol
Damit es nicht langweilig wird, ein kleiner Genrewechsel. Quiet Village, das Musikprojekt der britischen DJs und Produzenten Matt Edwards (Radio Slave) und Joel Martin - ist das noch ein Begriff? Schliesslich liegt die Veröffentlichung von "Silent Movie", ihrem Debüt-Album, bald vier Jahre zurück. Ewigkeiten in der schnellebigen und wertelosen Feiermusikwelt. Nun hat Joel Martin für das Lieblingsblog Testpressing einen Podcast aufgenommen, der für einen schönen Unterbruch zur Viervierteltakteinfalt schafft und den Tag, Abend oder die Nacht mit guter Musik bereichert. Pure bliss!
Joel Martin - Velvet Vibrations - Mix @ Testpressing
Mit obigem Mix könnte ich den heutigen Eintrag eigentlich beenden. Doch ich habe noch zwei auf Lager, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Da wäre zum einen der Promo-Mix von Pariah und xxxy auf der Soundcloud von Beatdimension. Kommen ziemlich treibend technoid angefahren, die beiden. Doch Joel Martin hat für ausreichend Zeit zum Luftholen und Durchatmen gesorgt. XXXY vs Pariah - Beat Dimension NYE Promo Mix by beatdimension
Abschliessend noch der Hinweis auf die monatliche Podcast-Reihe von den Cirque Digital-Machern, die sich ohne Scheuklappen der House Musik verschrieben haben. Die Dezemberausgabe zusammengestellt hat Agon. Tracklist liest sich mit Stücken von Deymare, Chubby Dubz, Baaz oder KezYM wie ein Silvestermenü mit Kalbsfilet und Alba Trüffel. Tasty! Cirque Digital - Monthly Mixtape December 2011 (mixed by Agon) by Cirque Digital
English (short) version: year end rally, loads of things to do 'til christmas, a slight fatigue and lack of power - nevertheless we provide you with an exquisite selection of mixtapes by Freiburg based artist Agent Schwiech, DPlay, the Mountain People from Zurich, Joel Martin of Quiet Village fame and a few other deep house and techno centered mixes. Enjoy!
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